Monthly Archives: November 2016

Dresden: Anschlagserklärung zum Angriff auf das Wahlkreisbüro des Innenministers

gefunden auf linksunten

Markus Ulbig, du rassistisches Arschloch!

Heute morgen, 2.15 Uhr, haben wir mit einem Lächeln im Gesicht die Scheiben deines Wahlkreisbüros  mit Steinen attackiert.
Angeekelt von deiner widerlichen, rassistischen und menschenfeindlichen Poltik war es uns eine Freude wie die Scheiben klirrten.
In den letzten Jahren hast du dich mitverantwortlich dafür gemacht, dass Menschen angegriffen, geflohen und gestorben sind.

Deine ganzen Widerlichkeiten hier aufzuführen würde Seiten füllen, ein paar liefern wir trotzdem:
– die Aufhebung des Kirchenasyls
-Dialog mit Rassist_innen
-Ausreisegewahrsam
-menschenfeindlicher „Etappenerfolg“

-ekelhafte Freude über Abschiebungen
-Repression gegen die linksradikale Bewegung

Wir werden nicht eher Ruhe geben bis du für die ganzen Menschenleben, welche du zerstört hast, bezahlt hast!
Eines Tages wird die Gerechtigkeit und Freiheit siegen.
Merke dir, das war erst der Anfang!

In purer Feindschaft,
Comando Punkerknacker

P.s: Die Medien schreiben von einem Versuch. Wenn ihnen, den Bullen und dem Minister sieben Scheiben nicht reichen, kommen wir gerne wieder!

Lesbos, Griechenland / Harmanli, Bulgarien: Proteste und Ausschreitungen in den Lagern

gefunden auf spiegel

Proteste nach tödlichem Unfall in Flüchtlingslager

In einem Flüchtlingslager auf Lesbos sind eine Frau und ein Kind bei einem Unfall gestorben. Anschließend legten Bewohner Feuer, es gab Verletzte. Auch in Bulgarien gab es Kämpfe zwischen Migranten und Polizisten.

Im Flüchtlingscamp Moria auf der griechischen Insel Lesbos sind eine 66 Jahre alte Frau und ein sechsjähriges Kind ums Leben gekommen – beim Kochen in einem Zelt war eine Gasflasche explodiert. Die Mutter des getöteten Kinds und zwei weitere Kinder seien mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden, teilte die Polizei mit.

Offenbar habe der Unfall die Flüchtlinge in dem Lager sehr verärgert, hieß es weiter. Sie hätten Feuer gelegt und dadurch erhebliche Schäden angerichtet. Bei Zusammenstößen mit den Einsatzkräften seien sechs Migranten leicht verletzt worden. In der Nacht zu Freitag habe sich die Lage wieder beruhigt.

In Moria und anderen Zentren auf den griechischen Inseln in der Ägäis ist es in der Vergangenheit häufiger zu Protesten gekommen. Im September waren Teile des Lagers Moria nach einem Brand für mehrere Tage unbewohnbar. Dort sind mehr als 5000 Migranten untergebracht, ausgelegt ist das Lager aber nur für rund 3500 Menschen.

Ausschreitungen auch in Bulgarien

Auch in Bulgarien ist es am Donnerstag zu Zusammenstößen zwischen Flüchtlingen und der Polizei gekommen. 24 Polizisten wurden verletzt, wie Bulgariens Ministerpräsident Boiko Borissow nach einem Besuch in dem Lager sagte.

Rund 300 Flüchtlinge wurden demnach festgenommen, sechs von ihnen würden als „Bedrohung für die nationale Sicherheit“ eingestuft, sagte der Regierungschef dem Rundfunksender BNR. Die Polizei habe die Lage in der Nacht unter Kontrolle gebracht.

Die Ausschreitungen hatten am Mittag mit einem gewaltsamen Protest der Flüchtlinge gegen eine nach Erkrankungen verhängte Ausgangssperre begonnen. An dem Aufruhr in der Einrichtung nahe der türkischen Grenze hätten sich etwa 2000 Migranten beteiligt, sagte eine Polizeisprecherin. Der Protest flaute am Nachmittag ab, nachdem die Chefin der staatlichen Flüchtlingsagentur, Petja Parwanowa, mit den Migranten gesprochen hatte.

Die rund 3000 Menschen vor allem aus Afghanistan dürfen das Zentrum seit Dienstag nicht verlassen, weil es dort mehr als hundert Krankheitsfälle gibt. Bei 128 Menschen wurden vor allem Hautkrankheiten sowie Windpocken und Virusinfektionen festgestellt. (Anm.: No Border Serbia berichtet dem gegenüber, dass Ortsansässige, angestachelt von nationalistischen und faschistischen Parteien und Organisationen, gegen das Lager protestierten, da es eine Quelle von Erkrankungen sei. Obwohl eine Untersuchung dies als falsch hinstellte, wurde das Lager dann von Bullen belagert und den Menschen verboten, das Zentrum zu verlassen. Weiter schreiben sie, dass Nationalisten und Faschisten an Stärke gewannen und dass es neben den regelmässigen „refugees out“-Märschen täglich zu Angriffen auf Migrant_innen kommt.)

Brügge, Belgien: Flucht aus dem geschlossenen Zentrum

übersetzt von getting the voice out

18mgfwcap1w8fjpgSechs Gefangene versuchten am Freitag, 18.11.2016, aus dem geschlossenen Zentrum von Brügge zu entkommen. Vier Personen ist die Flucht gelungen und sind frei. Die zwei anderen konnten von den Wärtern zurückgehalten werden. Sie konnten die Gitter von einem Fenster aufsägen und sind so aufs Dach gekommen, von welchem sie auf das Auto von einem Wärter springen und dann zu Fuss entkommen konnten.

Seit der Flucht seien die Sicherheitsvorkehrungen im Lager mit einigen zusätzlichen Beamten ergänzt worden, was aber am Leben im Innern nichts ändern wird, wie die Person meint, die uns das Geschehene mitgeteilt hatte.

STOP DEPORTATION!


Am 06. November verweigerten 20 Gefangene im gleichen Lager nach ihrem Spaziergang ins Innere zurückzukehren, um gegen gewalttätige Äusserungen eines Wärters zu protestieren. Nach einem Gespräch mit dem Direktor hat sich die Spannung dann wieder gelegt. Vier Störenfriede wurden aber in ein anderes Zentrum verlegt.

Berlin: Angriff auf Thales

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8719038005-thumbnailEs wird wärmer, was die Vorbereitungen zu einem heißen Juli gegen den G20 betrifft.
In der Nacht vom 11. auf den 12.November wurde Firmeneigentum von Thales zerstört.

Thales ist eines der elfgrößten Rüstungskonzerne mit einem Jahresumsatz von 14 Milliarden Euro und darüber hinaus Teil etlicher Technologieprogramme, wie an dem Satellitenprogramm Galileo:

Anfänglich nur für zivile Zwecke konzipiert, wie Smartphones, Navigationsgeräte, etc. beschloss das europäische Parlament im Juli 2008, dass diese Technik auch für Operationen im Rahmen der Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (ESVP) „zur Verfügung stehen“ sollte.

Thales entwickelte auch das Projekt „watchkeeper“. Hier wurde im Auftrag der britischen Streikräfte eine unbemannte Drohne (Thales Watchkeeper WK450) hergestellt. Die 2012 fertiggestellten Drohnen flogen bis 2014 an die 140 mal über Afghanistan und konsequenterweise wurde die Drohne 2016 weiterentwickelt. Seit diesem Jahr ist es möglich die Drohne mit einem 2-kg-Gefechtskopf und Laser- sowie GPS-Steuerung auszurüsten. So kann die Technologie von Thales endlich auch direkt töten.

Mit ihrem Drohnenprogramm sind sie aber auch schon im Jungle von Calais aufgefallen, dort sind ihre Produkte auch herumgeflogen. (eine Liste von bei der Räumung Beteiligter findet sich hier)

Dies war unser eigentlicher Anlass, den antiken griechischen Philosophen Thales beim Wort zu nehmen: Ἀνιαρὸν ἀργία. (Untätigkeit ist eine Qual). Deshalb mussten wir ein Auto des Rüstungskonzerns in Weißensee abbrennen.

So freute uns auch die Nachricht der letzten Woche, von dem brennenden Bohrbagger auf der Cuvrybrache in Berlin. Und möchten uns hier den Worten der Gefährt_innen anschließen: “In Hamburg und auf dem Weg dort hin, wollen wir genau über diese Fragen und Konflikte auf globaler Ebene in Austausch und Diskussion kommen. Denn so wie Gentrification nicht an einer Landesgrenze endet, sollte unser Widerstand nicht an einem Ort enden, sondern vielmehr gemeinsam mit vielen Orten und Konflikten pulsieren. Auf das wir eine Gemeinsame taktung finden und ein staccato des Angriffes entsteht.”

Wir sind überall. Kämpfe verbinden. G20 zum Desaster machen.

(weiterführend auch: anarchistischer Aufruf G20 https://linksunten.indymedia.org/en/node/188436 )

dazu entsteht in den Reihen des Feindes eine Verwirrung, weil mehrere Brennpunkte des Konfliktes ausbrechen und nicht nur dort, wo er es erwartet und sich darauf vorbereitet hat, sondern auch an anderen Punkten, die im strategischen Lageplan der Bullenoperationen unvorhersehbar waren.”
Verschwörung der Feuerzellen – Schwarze Internationale

Istanbul, Türkei: Brand und Massenausbruch aus einem Rückführungszentrum

übersetzt und zusammengefasst von hurriyetdailynews und abcnews

t1-300x240 Laut dem türkischen Innenminister sind am Samstag, 19. November 123 Migranten im Chaos, das auf ein ausgebrochenes Feuer folgte, aus einem Rückführungslager in Istanbul ausgebrochen. Das Feuer sei von einigen Migranten gelegt worden, angeblich aus Protest gegen die armseligen Bedingungen im Zentrum

Alle Räume wurden geräumt und die Inhaftierten in ein Gruppenraum gebracht, von wo aus die 123 Personen (hauptsächlich Afgahnen und Pakistanis) ausbrechen konnten. 20 Ausreisser konnten noch am Samstag wieder gefangen genommen werden. Bei Polizeikontrollen am Sonntag konnten weitere 30 Verdächtige inhaftiert werden, bei denen nun abgeklärt wird, ob sie aus dem Zentrum ausgebrochen sind.

Die 3 Personen, die nach dem Feuer ins Spital gebrach wurden, sind alle wohlauf.

Murcia, Spanien: 9 verletzte Bullen, 9 Ausbrüche

übersetzt von the olive press, via dialectical delinquents

15. November. Neun Algerier konnten aus dem ‚gefängnisartigen‘ Internierungszentrum im Süden Spaniens ausbrechen, nachdem sie einen Riot angezettlet hatten.

Migranten setzten Berichten zufolge Papier und Kleider in Brand, um Aufmerksamkeit ‚auf sich zu ziehen‘ und attackierten dann die herbeieilenden Polizisten. Neun Beamte wurden bei dieser Konfrontation leicht verletzt. Die Behörden sind immer noch auf der Suche nach der ausgebrochenen Gruppe.

Die sieben spanischen Internierungslager halten illegal im Land lebende Menschen fest, bis entschieden wird, ob diese abgeschoben werden oder nicht. Die Unruhen haben aber zugenommen, da Inhaftierte und Kritiker_innen sagen, dass die Migrant_innen in gefängnisartigen Verhältnissen leben. (A.d.Ü.: Am 05. Oktober konnten bereits insgesamt 67 Personen aus dem Zentrum flüchten, nachdem sie Teile des Zentrums auseinandergenommen hatten)

Javier Monje, der Sprecher der Polizeigewerkschaft von Murcia, sagte, dass Zentrum solle geschlossen werden und dass es ‚keine weitere Minute offen bleiben soll‘ und fügte hinzu, dass die Polizei ungenügend ausgerüstet sei.

(…)

München: AFD-Bayernzentrale verwüstet

gefunden auf linksunten

Die AFD-Bayernzentrale in München-Unterhaching ist am vergangenem Wochenende Medienberichten zu Folge schwer beschädigt worden. Unbekannte warfen Scheiben ein, hinterliessen Farbe und verwüsteten die Innenräume. In Zeiten einer weltweiten rassistischen gesellschaftlichen Verschärfung ist dies eine erfreuliche Meldung!

Das die Bullen in Folge von Aktionen Personen schikanieren und mit Repression konfrontieren ist nichts Neues.

Fight racism, fight fortess europe, fight repression!

Trento, Italien: 9 Autos der Poste Italiane in Brand gesetzt

übersetzt von informa-azione

1-25-4b968-31fed Über die lokalen Medien erfahren wir, dass in der Nacht vom 07. auf den 08. November 2016 neun Pandas der Poste Italiane in Trento angezündet und vollständig zerstört wurden.

Vor Ort wurden keine Sprüche vorgefunden, die sich auf den Brand bezogen. In den letzten Monaten wurde das Eigentum der Poste Italiane (Postomaten, Schaufenster, etc.) aufgrund der Beteiligung ihrer Tochtergesellschaft Mistral Air bei den Deportationen von Migranten immer wieder zum Ziel von Angriffen

dolomiti

Lugano: 24-26 November: 3 Tage gegen alle Grenzen und jeden Rassismus

übersetzt von frecciaspezzata

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Der Sommer ist vorüber und mit der kommenden Kälte sinkt die Zahl der Personen, die versuchen, die südliche Grenze der Schweiz zu überqueren. Die selbstorganisierten Camps werden geräumt, die Migrant_innen wie Handelswaren in den verschiedenen Lagern verteilt und die Repression versucht, die solidarischen Gefährt_innen mit seinen zahlreichen restriktiven Massnahmen zu entmutigen.

Die Grenzen sind indessen allzeit präsent, die Verwüstung und Plünderung im Süden der Welt gehen weiter, die Kriege werden weiterhin von den westlichen Ländern und ihren Geschäften angezettelt, die Personen, die nicht als wertvoll genug betrachtet werden, um die Grenzen zu über- und die Länder der Festung Europa zu durchqueren, werden verfolgt und abgeschoben

DER KAMPF GEGEN ALLE GRENZEN LÄSST SICH NICHT AUFHALTEN!

An zwei Abenden mit Präsentationen, Diskussionen und Analysen wollen wir zusammen kommen und über die Erfahrungen im Kampf gegen alle Grenzen und in Solidarität mit den migrantischen Personen in den verschiedenen Teilen der Schweiz und an der Grenze Como-Chiasso sprechen.

DIE GRENZEN LASSEN SICH NICHT ÖFFNEN, ABER ZERSTÖREN!

Donnerstag, 24. November
17.00 Uhr:
Antirassistische Versammlung in der via Besso in der Nähre der Kirche san Nicolao

Freitag, 25. November
19.00 Uhr:
Veganes Abendesses
20.30 Uhr: Präsentation über den Kampf gegen die Grenzen und in Solidarität mit den Migrant_innen in den verschiedenen Realitäten in der Schweiz

Samstag, 26. November
19.00 Uhr:
Veganes Abendesses
20.30 Uhr: Input und Updates zur Situation in Como vom Frühsommer bis heute

(Essen und Veranstaltungen finden alle im CSOA Il Molino, viale Cassarate 8, 6900 Lugano statt.)

Auf weitere Diskussionen

Weitere Infos auf dem neuen Blog Freccia Spezzata