Monthly Archives: April 2017

Basel: Implenia Autos beschädigt.

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Implenia baut das Ausschaffungsgefängniss Bässlergut und verdient am Leid papierlosen und anderer von dem schweizer Wirtschaftssystem unerwünschter. Menschen auf der Suche nach etwas Hoffnung werden dafür bestraft dass sie bloss da sind. Einfach leben wollen. Was für perverse Zeiten.

Implenia ist sich nicht zu schade einen solchen Bauauftrag auszuführen, der dazu dient Menschen bis zu ein Jahr wegzusperren für Ihre blosse Anwesenheit in einem reichen Land. Einem Land dessen riesiger Reichtum grössenteils auf Verbrechen basiert, die zu gerne vertuscht und vergessen werden.

Grund genug zwei Implenia-Firmenautos die Seitenscheibe einzuschlagen. Ein kleines Vergnügen welches gut tat und sich angenehm anfühlte und sich einfach ausführen liess. Implenia hat es mehr als verdient, eine kleine Rechnung präsentiert zu bekommen für Ihr zutiefst unmenschliches Treiben. Auch wenn nur eine Geste – zeigen wir was wir davon halten und was wir gegenüber dieser Drecksbande von Bauunternehmen die sich für nichts zu schade sind empfinden.

Sollen Sie ja nicht glauben das eine Art sozialer Frieden herrsche. Lassen Wir sie unsere Wut spüren.

Beteiligt euch alle am Kampf gegen den Erweiterungsbau des Bässlergut und seine Profiteure. Zeigen wir, dass Implenia für Ihre Pläne bitter bezahlen muss. Auf mehr Vandalismus.

Implenia in der ganzen Schweiz angreifen.

Nächtlicher Angriff auf Wuppertaler Ausländerbehörde

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Wir haben in der Nacht vom 26.4. auf den 27.4. die Wuppertaler Ausländerbehörde mit Steinen und Farbe als Ort der Ungerechtigkeit und Unmenschlichkeit markiert

Die erfolgreichen kapitalistischen westlichen Staaten führen Krieg gegen Geflüchtete. Flucht ist immer auch eine legitime Antwort auf Ausbeutung, Ungerechtigkeit, Krieg und die dadurch resultierende Armut. Der Krieg gegen Migration ist also auch als Krieg gegen die Ausgebeuteten dieser Welt zu verstehen. Krieg gegen die Ausgebeuteten wird an den Außengrenzen Europas mit brutaler Gewalt geführt, wie zehntausende Tote im Mittelmeer beweisen, aber auch im Inneren der Festung Europa, wenn auch mit anderen Mitteln und nicht mit so unmittelbar tödlichen Konsequenzen.

Im Krieg gegen Geflüchtete sind die Ausländerbehörden Teil der Heimatfront und als Institutionen die für den Staat selektieren in: „Nützlich für die Wirtschaft“ und nicht „Nicht nützlich für die Wirtschaft“, können Ausländerbehörden gar nicht oft genug angegriffen werden.

In den letzten Jahren wurden von den Regierenden die Gesetze gegen Geflüchtete abermals verschärft. Wer bleiben möchte, wird stark unter Druck gesetzt sich konform zu verhalten, was soviel bedeutet, wie sich möglichst in einen Niedriglohn-Job ausbeuten zu lassen. Diese „Vermittlung“ übernimmt dann das Jobcenter, das ebenfalls eine Institution der Erniedrigung und Entrechtung ist.

Verschärft wurden die Gesetze von der Bundesregierung aus SPD/CDU und mitgetragen wird das Ganze in NRW von den Grünen. Sie erfüllen damit jetzt schon einen wichtigen Teil der Forderungen, der noch nicht einmal im Bundestag vertretenen, AfD. Die AfD übernimmt derzeit noch im Kampf gegen Geflüchtete das Aufhetzen der Straße, die Regierenden geben sich humanistisch und gießen Rassismus in Gesetzesform.Vermutlich ist es sogar so, dass die AfD nur dadurch wieder erstarken konnte, weil Politiker*innen und Medien nach dem Sommer der Hoffnung 2015 viel von Chaos und unhaltbaren Zuständen sprachen und damit die Rassist*innen hoch offiziell bestätigten. Wer unvoreingenommen war, hat sehr wenig von den ankommenden Menschen mitbekommen, wenn nicht der Kontakt gesucht wurde.

Unsere Aktion ist klein, aber wir sind nicht allein! Gerade vor dem G20 in Hamburg laufen jetzt überall die Angriffe gegen staatliche Institutionen, staatliche und kapitalistische Infrastruktur, sowie besonders beschissene Unternehmen. Wir sind begeistert und stellen unsere Aktion in den Zusammenhang mit dem Aktionsmonat April vor dem G20 Anfang Juli in Hamburg!

Also: das Ruder rum reißen, nicht mehr warten bis der Wind sich dreht!
Für die soziale Revolution und natürlich heraus zum Autonomen 1. Mai

Ich sage dir: Kämpf mit mir gegen das Lagersystem – Interview mit einem Besetzer der Klosbacherstrasse 50 in Zürich

übersetzt von ajour

In der Schweiz werden Flüchtlinge oftmals isoliert und in alten, übers ganze Land verteilten Atombunkern untergebracht. Selbstverständlich gibt es da kein Tageslicht und die Menschen sind den konstanten Schikanen der Behörden ausgesetzt. Frida Frey sprach mit einem der dreizehn illegalisierten Flüchtlingen, die es in Erwägung gezogen haben, dass es für sie wichtiger sei, raus zu gehen und ein Teil der Gesellschaft zu sein, als sich nach dem zu richten, was der Staat ihnen sagt. Er möchte nicht mit seinem richtigen Namen genannt werden, sondern bevorzugt „etwas einfaches, wie ‚illegalisierter Flüchtling‘ oder ‚Flüchtlingsaktivist‘“. Im März 2017 entschieden sie sich in ein leeres Haus im Zentrum Zürichs (Klosbachstrasse 50, 8032 Zürich) zu ziehen, das derCredit Suisse Group AG gehört.

Hey, kannst du mir etwas übers Haus erzählen?

Das Haus gibt es seit einem Monat und kann einen weiteren Monat existieren. Die derzeitige Besitzerin ist die Credit Suisse, die in einem Monat mit dem Bau von einem neuen Haus beginnen möchte. Es ist ein Wohnhaus mit 4 Stöcken und 9 Wohnungen und einer Garage für 10 Autos und 24 Räume.

Wie war die Besetzung?

Wir waren eine Gruppe Flüchtlinge und einige schweizer Aktivist_innen, die uns unterstützen wollten und die uns bei der Kommunikation mit der Besitzerin halfen. Während dieser Zeit sprachen unsere schweizer Freunde mit der Besitzerin. Der Rest von uns hatte grosse Angst, dass dort etwas schlimmes passieren könnte, was für uns ernsthafte Konsequenzen gehabt hätte. Aber überraschenderweise ging alles sehr gut aus und wir machten den Deal, dass wir für zwei Monate bleiben können. Wir machen einfach keinen Lärm und keinen Abfall und wir zahlen für Wasser und Strom. Es ist das dritte Haus, das wir versuchten zu besetzen, wir sind also sehr glücklich, dass es geklappt hat.

Wieso reissen sie das Gebäude ab?

Das Haus ist schon seit langer Zeit leer, jetzt ist eine Wohnung mit Schimmel befallen. Deshalb muss das ganze Haus abgerissen werden.

Wer lebt in dem Haus?

Wir sind alles illegalisierte Flüchlinge von verschiedenen Camps. Wir versuchten weitere Personen einzuladen, doch die meisten haben Angst, das Wenige, das sie in den Camps haben, zu verlieren. Bis jetzt sind es ungefähr 13 Personen.

Wie kam es dazu, dass die Gruppe das Haus zusammen besetzte?

Für diese Gruppe ist die Besetzung eine Reaktion auf die Repression in den Camps. Die Bedingungen in den Lagern sind nicht für Menschen. Es bringt die Menschen dazu, nach anderen Orten zu schauen, wo sie in Gesellschaft leben können. Einen Platz in der Gesellschaft zu haben ist grundlegend für einen Menschen. Wir sahen also die leeren, verlassenen und verwüsteten Häuser in Zürich und dachten, wieso nicht dort leben? Wieso nicht dort leben, anstelle der Bunkers, wo du wie in einem Gefängnis lebst, wo du keinen Raum zum Handeln und Rebellieren für unsere Freiheit hast? Besser eine Besetzung für kurze Zeit und mit Unsicherheiten zu haben, als in einem Bunker zu leben. Besser als immer von der Polizei kontrolliert zu werden und gezwungen zu sein, jeden Tag zu unterschreiben. Besser als sich immer von der Polizei dazu gedrängt fühlen, die Schweiz zu verlassen. Ein Haus zu besetzen öffnet Raum für Diskussionen mit anderen Menschen. Jetzt können sie dich sehen, mit dir sprechen, es macht dich sichtbar.

Wieso war es euch wichtig, das Haus selbst zu besetzen?

Auf der einen Seite ist es wichtig, „den Namen der Flüchtlinge“ auf die Häuser zu bringen (i.O.: it‘s important to „sign the name of the refugees“ on the houses). Es macht uns sichtbar, es macht uns präsent. Auf der anderen Seite ist es wichtig, dass weisse, privilegierte Schweizer_innen uns unterstützen. Menschen, die gut deutsch sprechen, die mit der Polizei und der Besitzerin des Hauses sprechen können. Manchmal denke ich auch, ein Haus alleine zu besetzen.

Wieso gibt es eine Verbindung der Squatter-Bewegung und den Flüchtlingen?

Wir haben einen gemeinsamen Feind, die gleiche Repression. Wieso also nicht zusammen kämpfen? Momentan begreifen die Leute, wie wir uns Unterstützung wünschen. Viele Menschen wollen die Flüchtllinge zum Beispiel mit Deutschunterricht, Essen, Kleidern unterstützen. Das ist auch wichtig, aber Flüchtlinge brauchen einen Ort und eine Gesellschaft. Das ist es, was wir brauchen. Ich hatte das Gefühl, dass einige anarchistische Menschen in Zürich unsere Analysen über die Repression, in der wir leben, teilten. Wir fanden die Grundlage für die Repression in den Lagerstrukturen. Die Menschen also aus den Camps zu bringen, wird zu einem Ziel, um die Repression zu bekämpfen. Es ist unmöglich zu bleiben, ohne sich zu bewegen, ohne etwas zu tun.

Was ist das Ziel der Besetzung?

Das Haus öffnet den Raum, um zu kämpfen, um Gesellschft zu bilden. Das ist wichtig. Flüchlinge suchen oft nach schnellen Lösungen, um aus ihrer Situation auszubrechen. Das ist auch verständlich. Doch für eine langfristige Lösung musst du dafür auf eine politische Art kämpfen. Wie kannst du über das, was du willst, nachdenken, wenn du dich ständig mit der Repression und der Lagermaschine, den Sanktionen und Bestrafungen herumschlagen musst.

Kannst du mir etwas über deine Situation erzählen?

Ich bin durch mehrere Länder gereist und habe mein Leben riskiert, um einen Platz zu finden, wo ich leben kann. Als atheistischer Muslim kam ich in dieses Land mit der Perspektive, frei denken zu können. Doch die Schweiz zerstörte meine Bewegungsfreiheit und versuchte meine Freiheit zu denken zu zerstören. Sie verhafteten mich überall, wo ich war, sie steckten mich in einen Bunker mit 80 anderen Personen, um mein Zimmer mit 20 anderen zu teilen. Ich muss hier jeden Tag zweimal unterschreiben, um die 8 CHF zum Leben zu bekommen. Ich muss hier jeden Tag die gleichen Gesichter der ORS sehen, die dich daran erinnern, dass die Polizei jeden Moment kommen könnte, um dich raus zu werfen. Wie kann eine Gesellschaft, die sich auf die Menschenrechte bezieht, Migrant_innen auf diese Weise isolieren und sie ihrer Würde und ihrem Respekt berauben?

Wie steht es um deine Freiheit zu denken?

Ich denke die ganze Zeit über die Bedingungen unserer Leben nach. Wie kann ich meine Freiheit zurückerlangen? Meine Freiheit in der Gesellschaft? Wie ich schon sagte, kam ich als atheistischer Muslim in dieses Land mit der Hoffnung, frei denken zu können. Ich lasse mich nicht aufhalten durch die rassistischen Gesetze, die vom Sicherheitsdepartement unter der Führung von Mario Fehr verordnet wurden. Ich weigere mich zum Beispiel, dem SEM (Staatssekretariat für Migration) zu beweisen, dass ich ein Atheist bin, um eine Bewilligung oder einen Ausweis zu bekommen, den sie mir so einfach wieder wegnehmen können, wie sie ihn mir gegeben haben.

(Anm.: Mario Fehr, Direktor des Sicherheitsdepartement von Zürich, verschärfte vor kurzem die Vorschriften für Flüchtlinge in Zürich. Seit März müssen die Flüchtlinge nun jeden Tag in den unterirdischen Bunkers übernachten, wenn sie die Nothilfe von täglich 7/8 CHF erhalten wollen)

Wie kannst du kämpfen?

Ich habe momentan keine Unterstützung ausser diesem besetzten Haus und einem starken Herz mit Mut, um meinem Weg und meiner Arbeit für eine Zukunftsperspektive weiter zu folgen. Wenn du interessiert bist, dich in einem wirklichen Kampf mit Flüchtlingen einzubringen, und nicht mit Deutschkursen (und wenn du sagst, die Sprache ist der Schlüssel, sage ich dir, meine Bewegungsfreiheit ist der Schlüssel für mich) oder Sport mit Flüchtlingen (sorry, wir rennen jeden Tag von der Polizei weg, es gibt also keine Notwendigkeit) …

Wenn Leute also fragen, was können wir tun, um euch zu unterstützen?

Ich sage dir: Kämpf mit mir gegen das Lagersystem. Meine Sorge sind die mehr als 800 Flüchtlinge, die immernoch in den verschiedenen Camps sind: Kemptthal, Uster, Kloten, Adliswil, Hinteregg und mein Scheissbunker in Urdorf. Das sind Menschen, die es hassen, in den Camps zu sein, ohne ein Recht zu arbeiten oder der ihnen zugesprochene Bereich zu verlassen. Sie wissen aber nicht, was sie tun können. Ich hoffe, dass jemand diesen Text liest und beschliest, diese Lager zu besuchen. Das wäre grossartig! Durchbrich die Isolation. Bring alles Dämliche, was du nicht mehr brauchst, zu unserem neuen Squat, denn alles ist gut für ein leeres Haus. Wir wollen fähig sein, umzuziehen, wir brauchen also die Möglichkeit, den öffentlichen Verkehr, Autos, Velos zu nutzen. Denk ausserhalb der bürokratischen Kategorien und geh für die wirklichen Bedürfnisse der Menschen. Sei Teil meines Kampfes.

Italien: Der Kreis aus Stacheldraht zieht sich zusammen

übersetzt von act for freedom und NO CIE modena

Strenge und Integration: Dies sind die Schlüsselworte, die vom Innenminister Minniti ständig wiederholt werden, wenn es ums Thema der Migration geht. Strenge für Wirtschaftsmigranten, die über keine Aufenthaltsbewilligung verfügen, Intergration für diejenigen, die vor dem Krieg flüchten.

Diese zwei Prinzipien bekräftigend hat der Bürgermeister der PD (Partito Democratico) von Modena seine Befürwortung für den neuen Plan zur Verwaltung der Migrationsflüsse ausgedrückt.

Dieser Plan enthällt eine Verordnung, die die Umwandlung der alten Lager CIE (Centri di identificazione ed espulsione) in CPRs (Centri di permanenza per il rimpatrio) vorsieht. Die neuen Lager mit einer Kapazität von bis zu 1‘600 Plätzen, die kleiner als die bisherigen sein sollen, damit sie besser kontrolliert und verwaltet werden können, sollen auf dem ganzen nationalen Territorium verteilt werden und zwar ausserhalb der urbanen Zentren und weit weg von den Augen der ruhigen und unterwürfigen Bürger. Am Schluss keine grossen Veränderungen im Vergleich zu den alten CIEs ausser dem Namen.

Soviel man weiss, hat die PD bei der letzten Stadtratssitzung die Notwendigkeit eines Verwaltungsmodels unterstrichen, das imstande ist, die Abschiebung durch die Internierung effektiv zu gestalten und sicherzustellen, ohne Energie und Kräfte der Polizei abzuziehen, die mit der alltäglichen Repression in der Region beschäftigt ist.

Ein Modell, das die repressiven Kräfte rationalisiert und das vor allem den Profit für die verschiedenen Behörden und Körperschaften wie Poste Italiane und ihrer Fluggesellschaft Mistral Air garantiert, die die Rückführung von illegalen Migranten durchführt.

In Modena haben bereits mehrere Vereinigungen Verträge zum Betrieb der Strukturen für Asylsuchende abgeschlossen. Unter ihnen in erster Reihe das soziale Konsortium Caleidos, dass das Studentenheim für Migranten an der Via delle Costellazioni leitet; der Verein ‚Leone Rosso‘ und das Centro Sociale Giovanni XXIII wurden von der Präfektur für neue Verträge festgesetzt. Ihre Aufgabe besteht auch darin, Flüchtlinge in unbezahlten Arbeitsprogrammen und in der Freiwilligenarbeit zu beschäftigen, die letzte Neuheit diesbezüglich war ‚Augen der Stadt‘, bei der Migranten zur Unterstützung der Polizeikräfte bei Kontrollen und der Erkennung von illegalen Situationen eingesetzt wurden.

Es ist nicht schwierig, das Ergebnis dieser kontinuierlichen sicherheitstechnischen Manövern vorauszusehen: Strassen, die an jeder Ecke von menschlichen oder elektronischen Augen ausgekundschaftet werden, Überwachung der Nachbarschaft, die bereit ist, jedes Aufkommen der Paranoia der Polizei zu melden, stumme und gebückte Personen, die sich der Bereicherung der Bosse widmen, Marginalisierung und Inhaftierung für diejenigen, die eine andere Form des Lebens in die Praxis umsetzen.

An diejenigen, die das Spiel der Bosse und ihrer Diener, Faschisten und Polizisten, die die Ausgebeuteten spalten wollen, nicht mitmachen.
A
n diejenigen, die glauben, dass das Öffnen neuer Lager, die wachsende Militarisierung, die Schliessung der Grenzen die Freiheit aller betrifft; dass das Problem nicht darin besteht, menschlichere Gefängnisse, offenere Grenzen, würdevollere Arbeit zu haben, sondern sich in all diesen Mechanismen selbst befindet.
An diejenigen, die eine klare Vorstellung davon haben, wer für d
as aktuelle Elend verantwortlich ist und nicht untätig zuschauen wollen.

Sich unter Unterwünschten zu solidarisieren und organisieren ist möglich, zurückzuschlagen notwendig,

Anarchistische Individualitäten

Modena, Italien: Die Lager könnten wieder geöffnet werden

übersetzt von act for freedom und NO CIE modena

Tausende von Menschen suchen ein Entkommen, wenn sie von den Kriegen, den Verwüstungen, der Zerstörung ihrer Leben flüchten. Sie suchen bessere Bedingungen am Rande der reichen Welt, um überleben zu können. Die Antwort der reichen Welt besteht in der Errichtung unüberwindbarer Grenzen und der Verstärkung der Kontrolle ebendieser; hier zeigt sich deutlich die rassistische Ignoranz, die den Migranten die Rolle des Sündebocks zuschreibt, sowie das herbeigeschworeneSchreckgespenst einer unwirklichen, barbarischen Invasion „unserer Zivilisation“. Und zum Schluss wird die terroristische Bedrohung aufgetischt. Der Staat macht den „braven Bürgern“ falsche Hoffnungen, wenn er sich ihnen als ihr Beschützer anbietet. Auf diese Weise leben die konservativsten, raktionärsten, ultranationalistischen und faschistischen Spektren wieder auf. Polizei-und Militärtruppen werden von der Leine gelassen, um die Stadt zu beschützen: an den Bahnhöfen, in den Zügen, in den Strassen, an den Grenzen.

Neue Strukturen werden für die Ausgeschlossenen gebaut: CAS, SPRAR, CARA und HUB. Ein richtiges Festmahl für all die Organisationen, Behörden, Vereinigungen und Unternehmen, die mit dem System der sogenannten „Aufnahme“ ihre Gewinne auf dem Rücken undokumentierter Personen einstreichen.

Und so könnten auch die Lager wieder geöffnet werden: wie die CIEs, die sich nicht als „Aufnahmezentren“ tarnen können.

Nebst der Sicherstellung billiger Arbeitskräfte, der Kontrolle der Migrationsströme und der Absicherung der Einsperrung entscheidet das Aufnahmegeschäft und die Bürokratie über das Leben von Menschen: sie beuten aus, erniedrigen und verfolgen Menschen aufgrund rassistischer und finanzieller Merkmale.

Der Staat erinnert die „guten Bürger“ besser daran, dass die CIEs Lager sind. Er weiss ganz genau, dass die CIEs mit dem Feuer der Revolten der Inhaftierten und der Komplizenschaft von Solidarischen ausserhalb der Mauern geschlossen werden mussten.

In Emilia Romagna (A.d.Ü.: Region in Norditalien) fällt die Wahl zurück auf das ehemalige CIE in Modena, das von 2003 bis 2013 offen war. Jahre, in denen die Eingesperrten mit allen Formen des Missbrauchs konfrontiert waren. Nebst der Bemittleidung und karitativem Verhalten unterstützen verschiedene Solidarische über all die Jahre die Proteste und die Revolten der Inhaftierten. Die Repression hat mehrmals diejenigen, die gekämpft haben, heimgesucht: im Innern mit Deportationen und Verlegungen in Gefängnisse, ausserhalb der Lager mit Anzeigen und Restriktionen gegen diejenigen, die sich der Abschiebemaschine in den Weg gestellt haben.

Doch am Ende musste das Lager geschlossen werden, als die Inhaftierten die richtige Antwort an die Absender zurückgaben.

Die CIEs wurden mit dem Feuer der Revolte geschlossen. Wenn das Lager in Modena wieder geöffnet wird, sollten sich alle daran erinnern.

Anarchistinnen und Anarchisten aus Modena

Basel: zwei Implenia Autos tiefer gelegt

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Das Bauunternehmen Implenia übernimmt die Bauleitung bei der Erweiterung des Gefängnis Bässlergut, bei dem bis zum Jahre 2020 78 neue Haftplätze geschaffen werden sollen. Diese Entwicklung dient dazu Menschen die, den Normen und Kategorien dieser Gesellschaft nicht entsprechen (wollen) wegzusperren und zu kontrollieren. Aus diesem Grund haben wir diese Woche zwei Implenia Autos die Reifen durchstochen.

Knastprofiteure sind überall; überall angreifbar!

Frankfurt am Main, Deutschland: Angriff auf Menschenjäger – 3 Zoll Autos angezündet

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Wir haben in Frankfurt Höchst 3 Zivilfahrzeuge des Zoll angezündet. Eine Woche nach der Erstürmung des Frankfurter Studierendenhauses und des Café Koz durch die Bullen hat sich unsere Wut entladen. Unsere Wut richtet sich nicht nur gegen gegen diesen konkreten Bulleneinsatz, sondern gegen das rassistische Grenzregime der Bundesrepublik als ganzes. In einer wohlhabenden Gesellschaft wie der unseren, haben sich die meisten Menschen entschieden den leichten Weg zu gehen und lieber auf vermeintlich schwächere ein zu treten und ihren menschenverachtenden Feinbildern freien Lauf zu lassen. Unsere Wut richtet sich gegen die hunderten und tausenden Toten auf dem Mittelmeer. Unsere Wut richtet sich gegen die tagtäglichen Abschiebungen am Frankfurter Flughafen und anderswo.

Doch die Geflüchteten kommen aus Gründen. Diese Gründe liegen in unserer Geschichte, in dem Umgang der westlichen Staaten mit den Gesellschaften und Staaten im sogenannten globalen Süden. In kürze findet in Berlin die sogenannte G20-African-Partnership-Conference statt. Hier werden sich die Repräsentant*innen sogenannter globaler Führungsmächte zusammensetzen, um ihre kapitalistischen und militärischen Interessen abzugleichen. Doch hiergegen richtet sich Widerstand. Ein breites Bündnis bereitet eine große antirassistische und antikapitalistische Demonstration für den 10. Juni vor. Werdet aktiv – solidarisiert euch!

Für uns ist der Umgang mit Geflüchteten aus eben diesen Ländern ein Skandal- jedoch logisch in einer Gesellschaft die sich nur der Steigerung des Gewinns verschrien hat. Geflohen vor dem Grauen den unser Kapitalismus diesen Ländern gebracht hat, werden die Geflüchteten hier behandelt wie Dreck, auf dem Mittelmeer ertrinken gelassen, reißen sich die Hände im Stacheldraht auf dem Balkan ab. All dies geschieht mit deutscher Hilfe. Mit Hilfe der deutschen Grenzsicherungsbehörden. Wer es bis Zentraleuropa schafft wird herum geschoben in einer menschenverachtenden Bürokratie, der Perspektivlosigkeit und dem rassistischen Mob überlassen, auf das sie sich abschieben lassen.

Die Menschenjäger haben System – wehren wir uns gegen das System!
Teil dieser „Grenzschutzbehörden“ ist der Zoll. Hiermit ist dieser u.a auch für die deutsche Grenzsicherung mit zuständig und in die vermeintliche „Grenzschutzagentur Frontex“ eingebunden. Sie sind hiermit direkt verantwortlich für das massenhafte Sterben an den europäischen Außengrenzen. Ihre Politik ist der Tod.
Anfang Juli finden in Hamburg die Aktionen gegen den G20 Gipfel statt. Unser Angriff setzten wir in den Rahmen der actiondays zur Mobilisierung gegen den G20.

Wir senden solidarische Grüße an die Betroffenen rassistische rund staatlicher Gewalt.
Wir senden solidarische Grüße an die in Aachen sitzenden Anarchist*innen, denen die Enteignung einer Bank vorgeworfen wird – unsere Herzen brennen.

Granges, Wallis: Insasse steckte seine Zelle in Brand

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Am Sonntagvormittag hat ein Insasse seine Zelle im Ausschaffungsgefängnis in Granges in Brand gesteckt. Am Sonntagabend befindet sich der 19-jährige Marrokaner nach wie vor in Lebensgefahr. Über die Beweggründe ist nichts bekannt.

Ein Gefangener im Ausschaffungsgefängnis in Granges entfachte am Sonntag kurz nach 11.00 Uhr ein Feuer in seiner Zelle. Angestellten gelang es, den Gefangenen aus der Zelle zu holen. Die aufgebotenen Feuerwehrleute der Stützpunktfeuerwehr hatten den Brand rasch gelöscht.

Nach der ersten ärztlichen Versorgung vor Ort, wurde der 19-jährige Marrokaner mit einem Helikopter ins HUG nach Genf transportiert. Am Abend befindet er sich nach wie vor in Lebensgefahr. Die Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung ein­geleitet.

Wie Georges Seewer gegenüber dem «Nouvelliste» erklärt, hat der Insasse den Brand mit einem Feuerzeug gelegt, zumal es ihm gestattet war, in der Zelle zu rauchen. Er habe all seine Sachen angezündet, «Papiere und seine Kleider», so der Chef der Dienststelle für Straf- und Massnahmenvollzug. Die Wärter hätten schnell reagiert und die weiteren Insassen in den Innenhof in Sicherheit gebracht und dann den Verletzten evakuiert.

Über die Hintergründe der Brandlegung weiss man zurzeit nichts. In Vergangenheit wurden die Haftbedingungen im Ausschaffungsgefängnis mehrfach kritisiert. Einen Zusammenhang mit allfälligen Vorwürfen sehe er aber nicht, so Jacques Delavallaz, Chef der Dienststelle für Bevölkerung und Migration, gegenüber der Unterwalliser Tageszeitung.

Basel: Zwei Autos von Implenia gestochen

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Der Knast Bässlergut in Basel soll bis 2020 mit einem Neubau erweitert werden. Dies bringt mehr Plätze für die Abschiebehaft, sowie für den ‚regulären‘ Vollzug.

Die Baufirma Implenia führt diesen kürzlich begonnenen Bau an. Über das Wochenende konnten zwei ihrer Autos tiefergelegt werden. Bei beiden Autos wurde hinzugeschrieben, dass dieser Bau gestoppt werden soll.

Stecht die Verantwortlichen dieses Baus, sowie dieser Ordnung, die solche Monsterbauten hervorbringt, wo auch immer ihr sie findet…

Freiheit für alle!

Calais, Frankreich: Versuchte Autobahnblockade von Migranten

übersetzt von le figaro, via dialectical delinquents

Etwa 50 Migranten versuchten in der Nacht vom 05. auf den 06. April die Autobahn A16 entlang des Lagers für Migranten in Grande-Synthe in der Nähe von Calais zu stürmen.

„Gegen 03 Uhr am Morgen gab es einen versuchten Sturm von Migranten, die Äste und andere Gegenstände auf die Autobahn warfen, was zum Eingreifen der CRS und der Polizei führte“, gab eine Quelle an.

„Ein Fahrzeug der CRS wurde zum Ziel der Wurfgeschosse; es wurde ein wenig beschädigt“, fügte die Quelle hinzu.

Gemäss Hervé Desvergne, Direktor des seit März 2016 geöffneten Lagers, folgen diese Ereignisse der angestiegenen Anzahl afghanischer Migranten – rund 500 seien es heute.

Diese bevorzugten mehrheitlich andere Methoden als die Kurden: „Die Afghanen versuchen, den Verkehr auf der Autobahn zu verlangsamen“, um Lastwagen zu blockieren und so in diese zu gelangen, um nach England zu kommen, „während die Kurden mit Treffpunkten und Schmugglern reisen“, sagte der besorgte M. Desvergne.

„Ich habe noch im Kopf, was früher in Calais geschah (regelmässige Strassensperren auf der Hafenumfahrungsstrasse in der Nähe des ehemaligen Jungles), ich habe keine Lust, dass das hier auch passiert“, fügte er hinzu.