Archiv für den Monat: Februar 2018

Toulouse, Frankreich: Ausbruch aus dem Abschiebelager Cornebarrieu

übersetzt von sans attendre

Mit der Hilfe von zwei anderen Gefangenen gelang es einem Algerier am Sonntag, dem 04. Februar 2018 aus dem Abschiebelager Cornebarrieu auszubrechen.

Gemäss verschiedenen Quellen hatte der Mann zwei „Komplizen“ im Innern des Lagers, genauer: im hinteren Teil des Hofes: Zwei Gefangene halfen ihm mit einer Räuberleiter, um das Absperrgitter zu überwinden. Den Stacheldraht bedeckte er mit Kleidern und Handtüchern, um unverletzt auf die andere Seite zu gelangen. Die Behörden haben seither die Spur des Flüchtigen verloren.

Gemäss den Medien kommt es aus diesem Gefängnis für Fremde, das sich direkt neben dem Flughafen Toulouse-Blagnac befindet, selten zu Ausbrüchen.

Belp: Bunter SVP Brunch

gefunden auf barrikade

Am 25. März sind Grossratswahlen, und die SVP Belp und die umliegenden Parteien treffen sich gemütlich zu einem Brunch am 25.02 in Belp.

Sie werben mit dem Slogan: Wer SVP wählt, wählt eine starke Kraft für einen starken Kanton:
Freiraum und Wettbewerb für findige Köpfe, Spitzenleistungen in Bildung und Forschung, aber auch mehr Geld im Portemonnaie der Bürgerinnen und Bürger und ein sicheres Zuhause statt Asylskandale und Reithallenkrawalle.

Deshalb haben wir beschlossen, es reicht SVP, und zur Begrüssung am Sonntag Morgen, die Fassade ein bisschen verschönert und das Wahlplakat Silberglänzend gemacht 🙂
Guten Appetit Herr Rösti und co.

HÖRT ENDLICH AUF HERUMZUHETZEN!!
WIDERSTAND!!

Besançon, Frankreich: Die Klinge unter der Jacke und die Wut im Bauch

übersetzt von sans attendre

„Auf der Suche nach den fetten Firmen, die jeden Tag ihr Geld auf dem Rücken der Gefangenen machen, bin ich durch die kleinen Strassen geschlendert…“

Die Melodie dieses populären Liedes habe ich auf dem Rückweg meines Spaziergangs vor mich hergesumt, glücklich über die begangene Sabotage bei ein paar Rädchen der Einsperrung. Eine Unzahl an Unternehmen finanzieren, entwerfen und bauen die Strukturen der Repression, seien es die Justizvollzugsanstalten, die Abschiebeknäste oder auch die neuen Räumlichkeiten des Innenministeriums.

Am frühen Morgen des 22. Februars blieben einige Firmenfahrzeuge immobil, nachdem ihre Pneus zerstochen wurden.
Unter ihnen:

– Zwei Fahrzeuge von Engie: GEPSA, Tochtergesellschaft von Cofely GDF-Suez, heute Engie, bereichert sich an der Inhaftierung von tausenden Personen, mit oder ohne Papiere, in Frankreich wie in Italien. Sie verwaltet dutzende Gefängnisse und Internierungslager, kümmert sich insbesondere um die Logistik des Gewahrsams: allgemeiner Unterhalt und Handhabung der elektrischen, hydraulischen und thermischen Systeme, Reinigung der Gebäude, Aussenanlagen und der Wäsche, Informatik, Essen, Transport der Gefangenen…

– Ein Fahrzeug von Vinci construction: dieses Bauunternehmen beschränkt sich nicht nur darauf, die Welt zugunsten des reibungslosen Funktionierens des Kapitals zuzubetonieren, es baut auch unzählige Gefängnisse und Internierungslager.

– Ein Fahrzeug von La Poste: sei es für ihre Kollaboration bei den Abschiebungen von Menschen ohne Papiere oder für ihre neuen Dienste für die Gemeinden, um kleine Delikte und Sachbeschädigungen zu identifizieren (Tags, Beschädigung an städtischem Mobiliar…). Über ihre Smartphones direkt mit der Stadtpolizei und den Ämtern verbunden, sind die Briefträger*innen in der Lage, solche „Vergehen und Unhöflichkeiten“ festzustellen und zu denunzieren. Hinter dem Willen, aus der Stadt einen immer sterileren Ort zu machen, ist dies auch ein Mittel, Denunziationen immer akzeptabler und aus jeder Person einen potentiellen Bullen zu machen. Einmal mehr sind die Smartphones nicht nur ein simples Objekt der Abstumpfung, sondern offensichtlich ein neues Mittel zur Kontrolle, sei es in den Demos oder im Sozial- und Liebesleben (Geolokalisierung, soziale Medien). In den letzten Jahren hat La Poste ebenfalls den Bau von neuen Büros des Innenministeriums im Nordosten von Paris finanziert.

Alleine, in den kalten und verlassenen Strassen, die Klinge unter der Jacke und die Wut im Bauch, der Knastkoloss wird ganz anfällig…

Montreuil, Frankreich: Bericht von der Demo „Besetzen wir die Häuser, zerstören wir die Knäste“

übersetzt von attaque

Die Häuser denen, die sie besetzen

Die Häuser denen, die sie besetzen

Am Freitag, dem 16. Februar versammelten wir uns gegen 19 Uhr beim Croix de Chavaux in Montreuil¹ für eine Demo gegen die Mieten, die Vertreibungen und das Gefängnis.

Einige Bullen der CRS und in zivil postieren sich am Ende der Strasse. Wir besammeln uns dennoch, ein bisschen Musik, einige Transparente und allmählich zählen wir ungefähr 250 Personen. Einige Redebeiträge folgen aufeinander (wieso diese Demo, das Kollektiv Baras², über die Geschichte von Alfidel³, über die Besetzung an der Universität Paris-8⁴, das Kollektiv Gambetta, ..)

Ein wenig nach 19 Uhr 30 ziehen wir in Richtung rue de Paris und Marktplatz los: Slogans, Gesang, Flugblätter (Aufruf zur Demo, „La prison pour personne“, Stellungnahme der Gefangenen in Fleury-Mérogis, Aufruf zu einem Abend der Unterstützung beim Kollektiv Baras), Plakate, Tags, Farbeier.

Die Demo wird auf den Strassen eher positiv aufgenommen. Wir machen einen kleinen Halt neben der halle Dufriche, in der sich mehrmals Romas niedergelassen hatten und von der Stadtverwaltung vertrieben wurden, und danach beim Haus Bara, in dem immer mehr Wohnungen zugemauert werden und so nach und nach geschlossen wird. Erneuter Halt dann beim Architekturbüro Archi5, das beim Bau von Gefängnissen beteiligt ist (insbesondere Condé-sur-Sarthe und Vendin-le-Veil)… Parolen gegen die Knäste werden angestimmt und mit Tags und Farbeierwürfen, hauptsächlich auf Immobilienbüros und Banken, ziehen wir weiter. Im Quartier, in dem eine dreckige Geschichte der Stadtverwaltung als Vorwand dient, die Videoüberwahung auszubauen, werden Plakate aufgeklebt, die zur Sabotage an den Kameras aufrufen.

Hinter der Demo sehen wir, wie vier Teenager von den Bullen kontrolliert werden. Die Demo dreht um und bringt die Bullen aus dem Konzept. Diese beenden die Kontrolle und verschwinden schnell. Ein erstes Feuerwerk wird gezündet und wir gehen weiter auf der rue de Paris… Ein zweites Feuerwerk belebt den Kreisel beim Croix de Chavaux. Wir nehmen den Boulevard Rouget-de-Lisle, die Strasse der Banken und Immobilienbüros. Die Spraydosen sind noch immer voll, um zu sagen, was wir von all diesen Agent*innen der Gentrifizierung und des Kapitalismus halten!

Das Architekturbüro Archi5

Das Architekturbüro Archi5

Einige Lieder weiter kommen wir bei der Stadtverwaltung von Montreuil an, zufrieden, dass wir die Strassen für zwei Stunden genommen haben, ohne über die Bekleidung oder Route der Demo mit den Bullen zu verhandeln und ohne unsere Absichten und Ideen zu verstecken.

Hoffentlich bis zum nächsten Mal!

Ein paar Beteilitgte


Anm. von AdHdF

¹ Die Stadt Montreuil grenzt gen Osten unmittelbar an Paris.

² Im Kollektiv Baras organisieren sich rund 150 Migrant*innen aus Ost- und Zentralafrika, die nach dem Ausbruch des Krieges 2011 in Libyen nach Frankreich gezogen sind. Als Menschen ohne Status und all deren Konsequenzen, kämpfen sie für ihre sofortige Regularisierung. Nachdem ihre Anfragen nach einem Dach über dem Kopf mehrmals abgewiesen wurden, begannen die Sans-Papiers Häuser zu besetzen.

³ Alfidel versuchte am 24. Oktober 2017 zusammen mit einer kleinen Gruppe tschadischer Migrant*innen ein Haus zu besetzen, wurde allerdings verhaftet und in Untersuchungshaft gesteckt. Am 25. Oktober 2017 wurde er von der Justiz, die die versuchte Besetzung als versuchten Einbruchsdiebstahl umdeutete, zu einem Jahr Haft verurteilt. Das Urteil in der Berufungsverhandlung steht noch aus. Am 22. Januar 2018 wurde Alfidel, nachdem er einen Ausbruch versuchte, in die Arrestzelle gesteckt. Der Prozess wegen versuchtem Ausbruch wird am 07. März stattfinden. So oder so droht ihm eine Abschiebung.

Seit dem 30. Januar 2018 besetzen Menschen im Exil und Unterstützer*innen ein Gebäude in der Universität Paris-8 in Seint Denis, um gegen die europäische Migrationspolitik zu protestieren.

Basel: Pneus zerstochen von Knastprofitteuren

gefunden auf barrikade

Der Ausbau des Auschaffungsgefängniss Bässlergut geht voran, die Wut bleibt. Nichts ist vergessen.

In den letzten Wochen haben wir Pneus von Fahrzeugen folgender Unternehmen zerstochen.

2 Fahrzeuge von Implenia
2 Fahrzeuge von ISS
1 Fahrzeug von Alpiq

Implenia und Alpiq sind Firmen die sich nicht scheuen mit dem Ausbau des Bässlergutes Geld zu verdienen und somit das Leid Unzähliger in Kauf nehmen. In Zeiten von Krieg und Ausbeutung welche Tausende zur Flucht zwingt sind die genannten Firmen gewollt darüber hinwegzuschauen welches Elend dadurch herrscht und wer Ihr „Bauauftrag“direkt betreffen wird. Das ist kein Schwimmbad das da gebaut wird. Ein Gefängniss ist ein Ort um Menschen wegzusperren und zu Sanktionieren. Ein Ort der Gewalt.
Ein Menschen unwürdiger Ort.

Menschen werden aufgrund Ihrer blosser Anwesenheit gejagt und eingesperrt, und manche werden sich wohl in Zukunft ungewollt in den Zellen des Bässlergutes wiederfinden, eingefangen von den gehorchenden Knechten in blauer Uniform welche nichts anders sind als eine organsierte bewaffnete Gang, die die Interessen der Reichen und Mächtigen vertreten. Dein Freund und Helfer – wers glaubt.

Morallose Diener welche niemals ein Befehl verweigern würden. Ängstlich verteidigen Sie ein Wirtschaftssytem dass auf Ausbeutung und Elend basiert, ein System dass dem Untergang geweiht ist – die Zukunft gehört nicht Ihnen. Die Zukunft ist ungeschrieben. Schreiben wir alle mit.

Tausende sterben auf der Flucht, das Mittelmeer ist ein Massengrab, der Spruch „Wir sind nicht alle – es fehlen die Ertrunkenen“ ist bittertraurig.

Solche Zustände erforden die Dinge selbst in die Hand zu nehmen und es uns nicht nehmen lassen auf die Realtät einzuwirken zu versuchen, auch wenn es nur ein Messer, ein Spitzer Gegenstand ist und das Ziel ein Reifen. Ein Vorgang welcher schnell und Beinahe lautlos vorsich geht und einfach auszuführen ist. Wichtig ist es zu versuchen bei all dem ganzen Elend nicht zu erstarren sich isolieren zu lassen. Zusammen ist es einfacher, Bildet Banden, Bezugsgruppen organisiert euch – & greift an.

Vor allem Fahrzeuge von Implenia sind in der ganzen Schweiz zu finden – Lassen wir das Unternehmen ein Preis bezahlen für seine Reaktionären menschenfeindlichen Bauprojekte. Auch das PJZ in Zürich wird von Implenia gebaut.

ISS, ist auch bekannt für seine Beteilung an der Welt der Gefängnisse z.b in Belgien, ausserdem ist es ein weiteres Unternehmen was „Sicherheit“ gegen Geld anbietet. Die Sicherheit der wenigen, weiter die Mehrheit ausbeuten zu können. Unsere Verachtung gegenüber diesen Firmen bleibt – daran ändert auch die ganze Repression in Basel nichts. Wir wissen wer die Verantworlichen hinter dem Bau des Bässlergutes sind.

Alles geht weiter.

Tel Aviv, Israel: Angriff auf die staatliche Immigrations- und Grenzbehörde

übersetzt von sans attendre

Aus Protest gegen die Abschiebungen von afrikanischen Migranten wurde am Sonntag, dem 28. Januar 2018 das Büro der Einwohner-, Immigrations- und Grenzbehörde beschädigt.

Ein paar mit roter Farbe bedeckte Puppenköpfe wurden vor dem Büro der Einwohnerbehörde (PIBA – Population Immigration and Border Authority) von Tel Aviv gefunden. Neben den Puppen und der Farbe lagen Botschaften wie „ihr Blut ist an euren Händen“ und „das ist nur der Anfang“, wie der Sender Hadashot mitteilte.

Letzten Monat hat die Knesset (das Parlament Israels) einen Zusatzartikel im sogenannten „Infiltrator‘s Law“ verabschiedet. Dieser Artikel ermöglicht die Zwangsabschiebung von eritreischen und sudanesischen Migranten und Asylsuchenden ab diesem März sowie die unbefristete Inhaftierung von denjenigen, die sich einer „freiwilligen“ Rückkehr verweigern.

Trapani Milo, Italien: Ausbruchsversuch und Brandstiftung im Hotspot

übersetzt von hurriya

Die Medien berichten von einem Protest, zu dem es am Abend des 10. Februar im Hotspot von Trapani Milo (A.d.Ü. Stadt auf Sizilien) gekommen ist. Ohne die näheren Umstände zu nennen, wird von etwa 60 Gefangenen berichtet, die versucht hätten, aus dem Hotspot auszubrechen und Mobiliar im Inneren angezündet haben. Das ehemalige CIE wurde 2015 in ein Hotspot umgewandelt, in dem die Menschen identifiziert und selektiert werden und diejenigen, die aus Ländern kommen, mit denen Italien ein Rücknahmeabkommen hat (Tunesien, Ägypten, Algerien etc.), abgeschoben werden. Um den Ausbruch zu verhindern, musste die Bereitschaftspolizei eingreifen.

Eine Freude für die Rüstungskonzerne

übernommen von der WOZ, 08. Feb 2018

Themis, so heisst in der griechischen Mythologie die Göttin der Gerechtigkeit und der Philosophie, der auch die moralische Ordnung anvertraut ist. Und „Themis“ nennt die europäische Grenzschutzagentur Frontex ihre neuste Mittelmeeroperation, die sie am 1. Februar praktisch ohne mediales Aufsehen gestartet hat und die die bisherige (nach dem Meeresgott Triton benannte) Mission ersetzt.

Als „Assistenz für Italiens Grenzschutz“ preist Frontex die neue Operation in der dazugehörigen Medienmitteilung an. Im Klartext bedeutet das: Die Flucht nach Europa wird weiter erschwert. Bislang kamen Flüchtende, die auf dem Mittelmeer aus Seenot gerettet wurden, automatisch nach Italien. Künftig sollen sie zum nächstgelegenen Hafen gebracht werden. Zwar beteuert die Agentur, mit dieser vagen Formulierung lediglich die Häfen von EU-Ländern wie Malta zu meinen. Doch wer soll garantieren, dass man die Geflüchteten nicht in Länder wie Tunesien zurückbringt? Oder nach Libyen, wo sie in gefängnisartige Lager gesteckt und gefoltert werden? Die Guardia Costiera operiert zudem künftig nur noch bis zu 24 Seemeilen (rund 44 Kilometer) vor Italiens Küsten. Weil die Behörden die privaten SeenotretterInnen, die in der Vergangenheit in die Bresche sprangen, kriminalisieren, dürfte die Zahl der Todesfälle auf dem Mittelmeer nur noch weiter steigen.

Auch sonst beinhaltet das Mandat der neuen Operation einige Unklarheiten: So soll „Themis“ neu auch „Terrorismus und Drogenschmuggel“ bekämpfen. Dafür wird Frontex mit der EU-Militäroperatin Eunafvor Med und der NATO-Operation Sea Guardian kooperieren, von denen die Grenzschutzagentur beispielsweise Aufklärungsdaten aus der Satelitenüberwachung erhält. So schreitet die Militarisierung der Grenzsicherung immer weiter voran.

Bis Anfang Februar haben in diesem Jahr knapp 7800 Menschen die Fahrt übers Mittelmeer gewagt. 321 haben die Reise niht überlebt. Die neue Frontex-Mission will ihren Fokus vor allem auf die Bekämpfung „grenzübergreifender Kriminalität“ legen. Die Einzigen, die sich ob diesem Zynismus freuen dürften, sind die europäischen Rüstungskonzerne, die für die Operationen auf hoher See die Technologie verkaufen.

Leipzig, Deutschland: Bitumen und Steine gegen Polizeiwache

gefunden auf chronik

Wir haben in den Abendstunden des 2. Februar. 2018 den Sitz der Bullenschweine in der Biedermannstraße in Leipzig Connewitz mit Farbe und Steinen angegriffen.

Die deutsche Polizei ist maßgeblicher Akteur sich immer weiter verschärfender Repressionswellen gegen antifaschistische und antiautoritäre Bewegungen. Der sog. „Polizeiposten“ in Leipzig Connewitz wurde 2014 durch die Stadt Leipzig, als Antwort auf den Versuch der Bewohner sich gegen steigende Mieten und Verdrängung zu wehren, sowie diverse Angriffen auf staatliche Institutionen, eingerichtet. Erklärtes Ziel war es, durch das Stationieren von Besatzungstruppen ein widerständiges Viertel zu befrieden.

Die Polizei ist keineswegs „Freund & Helfer“, zumindest nicht für die Connewitzer Bevölkerung. „Freund“ wird sie höchstens von den Immobilieneigentümern genannt, die auf Kosten der hier lebenden Menschen die Aufwertung des Viertels vorantreiben. Helfer ist sie für Faschisten, wenn diese angegriffen werden. Die „Sicherheit“ der Polizei ist Sicherheit für Investoren und Unternehmer.
Wer die herrschende Ausbeutergesellschaft und das Fortbestehen kapitalistischer Verwertung sichert, wer Flüchtlinge abschiebt und AntifaschistInnen jagt, hat keinerlei Aufenthaltsrecht in Connewitz.

Verteidigt eure Viertel, gegen Aufwertung, Faschisten & Bullenschweine!

Paris, Frankreich: Bericht vom zweiten Prozess gegen den Kampf gegen die Abschiebemaschine

übersetzt von non-fides

Am 31. Januar 2018 fand im Zimmer 16 des Gerichts von Paris die Anhörung von sieben Gefährt_innen und Kamerad_innen statt, die für „Sachbeschädigung bei Air France, der SNCF und Bouygues“ sowie der Verweigerung der Entnahme von DNA-Spuren und Signalelementen angeklagt werden. Der Prozess wurde vorerst aufgeschoben.

Der Prozess wird am 22. Juni 2018 weitergeführt. Wieder im Zimmer 16, aber dieses mal in der neuen Zermalmungs- und Bestrafungsfabrik: der neue Justizpalast von Paris im 17. Arrondissement (métro porte de Clichy).

Die Ironie dieses Datums besteht darin, dass der Prozess gegen den Kampf gegen die Abschiebemaschine auf den Tag genau zehn Jahre nach der Revolte stattfinden wird, bei der Sans-Papiers das grösste Internierungslager des Landes, das von Vincennes, in Brand gesteckt haben (22. Juni 2008).

Die feindlichen Besuche in den Geschäften von Air France, der SNCF und von Bouygues, für die nun einige nach acht Jahren bezahlen sollen, spielten sich am 17. März 2010 ab, nur wenige Stunden nach der Verurteilung von zehn Sans-Papiers zu mehrjährigen Haftstrafen für genau diese feurige Revolte vom 22. Juni 2008.

Rendez-vouz am 22. Juni 2018 um 13h30…

… Heute wie gestern, Feuer allen Knästen, sabotieren wir die Inhaftierungs- und Abschiebemaschine!