Archiv der Kategorie: Calais

Calais, Frankreich: Steinwürfe und Barrikaden

übersetzt von radio6.fr, via dialectical-delinquents

Eine Gruppe von rund 50 Migrant*innen errichteten letzten Montag (17.09.18) in Calais eine Strassensperre aus Baumstämmen und Kartons. Einsatzkräfte und Fahrzeuge wurden mit Steinen beworfen. Ein Migrant wurde verhaftet und in Untersuchungshaft gesteckt.

Alles begann mit der Verhaftung eines Migranten, der in einen Lastwagen steigen wollte. Die CRS-Einheiten wurden von etwa 15 Migrant*innen mit Steinen beworfen und setzten daraufhin Tränengas ein.

Ungefähr eine Stunde später errichtete eine Gruppe von rund 50 Migrant*innen aus Vergeltung eine Strassensperre. Dabei kam es zu erneuten Auseinandersetzungen mit den CRS-Einheiten. Die Umfahrungsstrasse war für für zwölf Minuten gesperrt.

Ein Migrant, der die Einsatzkräfte mit einem Kutter bedrohte, wurde festgenommen.

Später in der Nacht wurden die CRS-Einheiten sowie Lastwagen, die nicht anhalten wollten, weiter von kleinen Gruppen mit Steinen beworfen.

Calais, Frankreich: Migranten VS CRS 4-0

übersetzt von attaque

Vier Polizisten wurden am Montag Nachmittag (30. Juli) von Migranten in Calais verletzt, einer davon am Kopf, wie die Präfektur am Dienstag meldete. Die Gewerkschaft Unsa-Police verurteilte den Angriff als „regelrechten Hinterhalt“. Die CRS-Einheiten mussten in der Industriezone Marcel Doret aufgrund „widerrechtlichem Eindrigen von Migranten in einem Geschäft“ einschreiten. Wie die Präfektur meldete, seien die Beamten von einer Gruppe stark alkoholisierter Migranten mit Gegenständen beworfen worden. Vier CRS-Beamte wurden dabei verletzt. Einer unter ihnen wurde am Kopf getroffen und musste zur Abklärung ins Spital von Calais gebracht werden.

In einem Brief an die Präfektur verurteilte die Gewerkschaft Unsa-police die Gewalt. „Das Vorgehen ist immer dasselbe. Zuerst werden die CRS-Einheiten angefordert, um gegen Gesetzesverstösse von einer kleinen Gruppe Migranten vorzugehen, dann tauchen in kürzester Zeit etwa hundert Migranten aus dem angrenzenden Wald auf und umstellen die Beamten, die dann von ihren Waffen Gebrauch machen müssen, um den Ansturm der Agressoren zurückzudrängen“.

Gemäss der letzten Zählung der Behörden befinden sich zur Zeit zwischen 350 und 420 (gemäss den Verbänden und Vereinigungen 400 bis 800) Migranten in Calais.

Calais, Frankreich: Ein CRS-Beamter am Kopf verletzt

übersetzt von nordlittoral.fr, via dialectical delinquents

Am Mittwochnachmittag (06. Juni) kam es bei der Zone Marcel Doret zu einer Auseinandersetzung zwischen der CRS und Geflüchteten.

Laut einer Quelle hätten die Migranten die Polizisten mit Steinen beworfen. Die CRS-Einheiten versuchten, die Geflüchteten zu vertreiben, die zur Tankstelle gelangen wollten, um in Lastwagen zu steigen. Gemäss unseren Informationen wurde ein CRS-Beamter von einem Stein im Gesicht getroffen und verlor daraufhin das Bewusstsein.

Der Verletzte wurde von der Feueruwehr ins Spital von Calais gefahren. „Die Gewalt nimmt zu“, bedauert Gilles Debove, Vertreter der französischen Polizeigewerkschaft SGP-FO. „Die Polizisten und die CRS werden fast jede Nacht mit Steinen beworfen. Wenn das so weitergeht, werden wir uns Gedanken über das Widerrufsrecht machen, um die Sicherheit der Beamten zu garantieren.“ Der Steinwerfer konnte nicht verhaftet werden.

Calais, Frankreich: Bullen umstellt und mit Steinen beworfen

übersetzt von valeurs actuelle, via dialectical delinquents

Etwa 50 Migranten haben diesen Freitag, 04. Mai eine Patrouille der CRS umstellt und angegriffen.

Zwei leichte Verletzungen, ein beschädigtes Polizeifahrzeug… Das die Bilanz des Angriffs auf die CRS, der in der zone industrielle in Calais verübt wurde.

Keine Verhaftungen

Mit Steinen und Stöcken bewaffnete Migranten aus Afrika haben eine Patrouille umzingelt und angegriffen. Die angeforderte Verstärkung konnte mit Hilfe von Tränengas die Angreiffer vertreiben aber keine Verhaftung vornehmen.

Der Vorfall ereignete sich 500 Meter vom ehemaligen „Jungle“ entfernt. Die Präfektur meldete, dass sich die Situation schnell wieder beruhigt hat. Früher am Tag wurden zwei Camps auf der Zone von den Einsatzkräften geräumt.

Calais, Frankreich: „Fuck the police“

frei übersetzt von le parisien

In der Nähe der Essensausgabe sind am Donnerstag Nachmittag (25.01.18) etwa hundert Migranten mit den Einsatzkräften der CRS zusammengestossen.

Die Auseinandersetzungen haben sich nach einer „antisquat“ Operation abgespielt. Die Polizisten haben damit begonnen, die „Installationen“, also „Zelte und Hütten im Wald“ der Migranten wegzuräumen, als sie angegriffen wurden.

Sichtbar wütend haben die Migranten Steine auf die etwa 50 Ordnungskräfte geworfen, die darauf Tränengas eingesetzt haben.

Die Migranten haben sich daraufhin versteut. Nach ein paar Minuten der Ruhe hat sich die Szene mit grösserer Heftigkeit nochmal wiederholt. „Fuck the police, fuck the police“ schrie einer der Migranten von einem Masten herunter. Nach einer Stunde hat sich die Situation wieder beruhigt. Zu Verletztungen ist es nicht gekommen.

Gemäss Korma Harar aus Äthiopien „ist die Polizei gekommen und hat unsere Unterkünfte aus Plastik kaputt gemacht. Wir schlafen darin. Sie haben uns gesagt, wir sollen hier weggehen, woraufhin mehrere Flüchtlinge meinten ‚aber wohin sollen wir‘. Dann hat die Polizei angefangen, sich mit den Flüchtlingen zu zanken.“

Calais, Frankreich: Erneute Welle an Tags gegen die Migrationspolitik

übersetzt von attaque

Am Mittwoch, 08. November, tauchten etwa 50 Tags auf öffentlichen Gebäuden und Wohnungen am quai de la Gendarmerie auf. Die Sprüche nahmen Bezug auf die Situation von Migrant_innen in Calais: „No one is illegal“, „No borders, only systers“. Andere Tags waren gegen die Polizeikräfte gerichtet.

Bereits im August und im September kam es zu einer ähnlichen Serie an Sprüchen in Calais.

Calais, Frankreich: Zwei Strassenblockaden in der Nacht auf Montag

übersetzt von nordeclair.fr

In der Nacht von Sonntag (15.07.17) auf Montag (16.10.17) mussten zwei von Migranten errichtete Strassenblockaden von der Polizei geräumt werden. Die eine Blockade befand sich in der rue de Judée in der Industriezone Marcel-Doret und die andere in der rocade-est auf der Höhe der Bahngleise bei Beau-Marais.

Zwei Fahrzeuge wurden beschädigt, verletzt wurde niemand.

 

Grand-Synthe, Frankreich: Camp mit hunderten Migranten geräumt

übersetzt von thelocal.fr

Französische Behörden haben am Dienstag (19.09.17) an der Nordküste in der Nähe von Calais ein Camp mit hunderten Migranten geräumt. Es hätte ein Magnet für andere werden können, die hoffen, nach Grossbritannien gelangen zu können.

Etwa 350 Männer, Frauen und Kinder, die meisten irakische Kurden, lebten über Wochen unter armseligen Bedingungen in den Wäldern am Rande von Grand-Synthe.

Hunderte Polizeikräfte wurden mobilisiert, um das Camp zu räumen. Die Bewohner wurden in Bussen in zehn verschiedene Lager in ganz Frankreich gebracht. (…)

Grand-Synthe liegt 30 km von der Hafenstadt Calais entfernt, wo die Behörden 2016 den „Jungle“ räumten, in dem bis zu 10‘000 Menschen lebten.

Ein Flüchtlingslager mit internationalen Standards für 1500 Personen wurde Anfang 2016 in Grand-Synthe eröffnet. Nach einem Streit zwischen Afghanen und Kurden wurde das Lager allerdings in einem riesigen Feuer zerstört. (…)

Ein anderes Camp in Norrent-Fontes wurde am Montag (18.09.17) geräumt. Die 85 Bewohner wurden in Lager in der Region gebracht.

 

Calais, Frankreich: Zusammenstösse zwischen Migranten und der Polizei

übersetzt von brèves du désordre

Etwa 50 Migranten profitierten am Samstag (02.09.17) von einen Stau, um in die Lastwagen auf der Autobahn zu klettern, was zu einem Eingriff der Polizei führte, die die Gruppe auseinandertrieb.

„Unsere britischen Kollegen haben dieses Wochenende, an dem wir 9000 Fahrzeuge beim Eurotunnel und 7500 beim Hafen erwarteten, nur 9 von 14 Fahrtspuren geöffnet“, erklärte der Unterpräfekt Jean-Philippe Vennin.

Als die CRS eingriff kam es zu einem „Katz- und Mausspiel“ sowie zum Einsatz von Tränengas, um die Migranten auseinanderzutreiben. Drei Polizisten wurden durch Flaschenwürfe verletzt. Diejenigen, die in die Lastwagen gelangten, wurden von den Beamten, dank den Signalisierungen der Autofahrer, hinausgejagt.

Die Versuche während den Tagen mit starkem Verkehr, nach England zu kommen, seien zur Normalität geworden. Vor der Räumung des „Jungle“ im Oktober 2016 kam es sogar häufig dazu. Bereits in der Nacht zuvor mussten drei Strassensperren auf der A16 geräumt werden, sagte eine Quelle.


Seit Mai-Juni steigt die Zahl der Migranten, die, besonders in der Nacht, in den Lastwagen entdeckt werden, wieder an. Nach den Zahlen von UNSA-Police wurden im Mai 250 Fahrzeuge, im Gegensatz zu 190 im April, „positiv“ (also mit darin gefundenen Migranten) kontrolliert. Seit Mai sind die Zahlen weiter gestiegen: 280 im Juni, 350 im Juli und 230 bis zum 24. August. Im April wurden 700 Migranten in den Lastwagen entdeckt, im Mai 1000, im Juni 1100, im Juli 1250 und bereits 900 bis zum 24. August.