Archiv der Kategorie: General

Münster: Unangemeldete Demo gegen die Asylrechtsverschärfung

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Start am Prinzipialmarkt            Abschluss am Stadthaus

Die Asylrechtsverschärfung wurde am 07.05.2015, vor allem mit den Stimmen der SPD und CDU, auf Bundesebene durchgesetzt. Das Gesetz wurde in einer Zeit verabschiedet, in der Geflüchtete an vielen Orten in Deutschland nicht mehr sicher sind, vor Angriffen auf ihr Leben oder ihre Würde und vor Attacken und Brandanschlägen auf ihre Unterkünfte. Seit Monaten formieren sich überall in der Bundesrepublik rechte Bürgerbewegungen, die rassistische Ressentiments schüren und ihren Frust an Geflüchteten auslassen. Den Forderungen der rassistischen Bewegungen wurde z.T. mit der Asylrechtsverschärfung nachgegeben, während Geflüchtete und Menschen ohne sicheren Aufenthaltsstatus weiterhin betroffen sind von einer unglaublichen Vielzahl an Repressalien die z.B. von deutschen Behörden und Institutionen ausgehen und u.A. durch das rassistische Asylgesetz ermöglicht werden.

Dies nahmen einige Menschen in Müntster am frühen Abned des 09.07.2015 zum Anlass, um unangemeldet vom Prinzipalmarkt zum Stadthaus am Ludgerikreisel zu demonstrieren. Dort wurde die Versammlung aufgelöst und einige markierten das Jobcenter und die Abschiebebehörde mit Farbbeuteln.

Weitere Infos zur Asylrechtsverschärfung und der Kampagne:
www.asylrechtsverschaerfung-stoppen.de

Paris: Vinci und la Poste verlieren zwei Fahrzeuge

übersetzt von Brèves du désordre

In der Nacht vom 30. Juni auf den 01. Juli haben wir in der rue du Surmelin bei einem Fahrzeug der Post Feuer gelegt. Die Post denunziert Sans-Papiers (und finanziert den Bau von neuen Büros des Innenministeriums).

Ein wenig später brennte ein Wagen von Vinci (bauen Gefängnisse) in der rue Jules Dumien.

Zerstören wir das, was uns zerstört!

Calais: 4 Tote seit Anfang Juni

übersetzt von calaismigrantsolidarity

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Bild von 1000 Blackbirds

Vier Menschen sind im letzten Monat beim Versuch die Grenze zu überqueren ums Leben gekommen.

Am 7. Juli wurde ein Toter im Channel Tunnel gefunden. Momentan geht man davon aus, dass er an Kopfverletzungen verstorben ist.

In der Nacht vom 29. Juni wurde Zebiba, eine 23-Jährige Frau aus Eritrea, auf der A16 zwischen Calais und Marck tot aufgegunden. Sie wohnte im Frauenhaus in Jules Ferry.

Getenet Legese Yacob, ein 32-Jähriger aus Äthiopien, starb beim Versuch, im Eurotunnel auf ein Fahrzeug aufzusteigen.

Am 1. Juni wurde ein Mann auf der A16 von einem Auto angefahren und starb im Anschluss.

Das was gestern passierte, ist im Gegensatz zu dem, was die Medien denken, nicht bloss wichtig, weil es grösseren Stau verursachte und zu Verspätungen geführt hat. Es ist wichtig, weil es ein weiteres Leben ist, dass auf brutale Weise vom Grenzregime beendet wurde. Es ist wichtig, weil es bedeutet, dass vier Menschen seit Anfang Juni beim Versuch die Grenze zu überqueren, gestorben sind. Es ist wegen so vielen Gründen wichtig, aber sicherlich nicht, weil es irgendeinen Zug verspätet hat.

Die Grenze tötet. Ein Todesfall wäre schon zu viel gewesen.

CDU-Büro englast #stopasyllaw

gefunden auf linksunten

Donnerstag Nacht widmeten wir uns dem Büro der CDU Bundestagsabgeordneten Bettina Hornhues in Bremen Vegesack. Wir brachten Hämmer und Farbe mit und zerstörten den Eingangsbereich und  drei weitere Scheiben ihres Wahlkampfbüros. Mit Freude zerrissen wir die beschauliche Ruhe der Wohngegend anlässlich der heutigen Verschärfung des Asylgesetzes.

Frau Hornues ist Mitglied in der Fraktion der CDU des dt. Bundestages und hat heute für die Verschärfung des Asylgesetzes gestimmt. Mit diesem wird die Entrechtung der in der BRD lebenden Geflüchteten weiter zementiert, bspw. durch die Ermöglichung massenhafter Inhaftierung von „Ausreisepflichtigen“.
Wir sind uns unserer Ohnmacht gegenüber dem Staat und seinen Gesetzen durchaus bewusst und glauben nicht daran, dessen Betrieb mit vereinzelten Aktionen ernsthaft stören zu können. Massenhafte Sabotage der politischen Infrastruktur könnte derartige Beschlüsse verhindern, davon sind wir jedoch weit entfernt. Dennoch setzen wir auf die direkte Konfrontation und genießen jeden Aufschrei bürgerlicher Empörung, den ein paar kaputte Scheiben an der richtigen Stelle verursachen. Funktionäre wir Hornues sollen sich bewusst sein, dass ihr Handeln Konsequenzen nach sich zieht.

Für eine Abkehr vom parlamentarisch geschmückten Kapitalismus, hin zu einem bedürfnisorientierten Zusammenleben ungeachtet von Herkunft, Geschlecht oder sonstiger Merkmale.

Feuer dem Staat und seinen Papieren!

Wir kommen wieder!

Autonome Gruppen

Endstation Traiskirchen

gefunden auf Tagesanzeiger

Die österreichische Erstaufnahmestelle für Asylbewerber ist hoffnungslos überfüllt. Kritik richtet sich auch gegen die Schweizer Betreuungsfirma ORS.

Asylbewerberinnen in Traiskirchen. Zeitweise halten sich im Erstaufnahmezentrum gegen 3000 Flüchtlinge auf. Foto: Keystone

In der Nacht hatte es stark geregnet. Dennoch sitzt Hassan am Vormittag unter einem Baum in der feuchten Wiese und starrt auf sein Mobiltelefon. Normalerweise, sagt der junge Afghane, sei das sein Schlafplatz, «aber letzte Nacht öffneten sie die Garagen für uns. So blieben wir wenigstens trocken». Sie – das sind die Verwalter und Betreuer der Erstaufnahmestelle (East) in der kleinen niederösterreichischen Gemeinde Traiskirchen. Wer in Österreich um Asyl ersucht, muss hier durch: zur Registrierung und Erstuntersuchung.

Für 1750 Personen ist die East Traiskirchen ausgelegt. Derzeit schwankt die Belegung zwischen 2500 und 3000 Personen. Theoretisch sollten Asylbewerber auf alle neun Bundesländer gleichmässig aufgeteilt werden. Praktisch erfüllt kaum ein Bundesland (ausser Wien) die Quote, weil sich Landespolitiker und Bürgermeister mit Händen und Füssen gegen die Unterbringung von Flüchtlingen wehren. Deshalb ist für viele Endstation in Traiskirchen.

Der alte Kasernenbau aus dem 19. Jahrhundert platzt aus allen Nähten. Auch die in aller Eile im Garten errichtete Zeltstadt mit 480 Schlafplätzen ist bereits zu klein. 400 bis 700 Menschen müssen in den Fluren, im Freien oder auf Parkbänken übernachten. Von Anfang Januar bis Ende Mai 2015 wurden in Österreich 20’620 Asylanträge gestellt, 183 Prozent mehr als im Vorjahr. Bis Jahresende wird mit 70’000 Anträgen gerechnet. Für den Generalsekretär der Caritas Wien, Klaus Schwertner, sind die Zustände in Traiskirchen «eine Schande für Österreich»: Solche Zustände kenne er sonst nur aus Flüchtlingslagern in Jordanien oder dem Nordirak.

Die FPÖ profitiert

Die Überbelegung des Lagers Traiskirchen ist beherrschendes Thema in Medien und Politik. Der Bau von Zeltstädten signalisierte den Wählern, dass die Regierung das Problem nicht im Griff habe. Das führte zu Erdrutschsiegen der rechtspopulistischen FPÖ in der Steiermark und im Burgenland. Der Versuch des roten Bundeskanzlers Werner Faymann, die Problemlösung auf die Gemeindeebene zu verlagern, endete mit einem handfesten Krach in der grossen Koalition. Im Herbst wird in den Bundesländern Oberösterreich und Wien gewählt. Der Siegeszug der FPÖ scheint unaufhaltbar.

Wie das gesamte Asylwesen gehört die East Traiskirchen zum Kompetenzbereich von Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP). Verwaltet wird sie von der Österreich-Tochter der Schweizer Firma ORS. Humanitäre Organisationen werfen dem Unternehmen mangelnde Transparenz sowie mangelnde Betreuung unbegleiteter Minderjähriger vor. Im Lager leben zwischen 800 und 1200 Jugendliche, die sich ohne Eltern auf den Weg nach Europa machten oder unterwegs von ihnen getrennt wurden.

Manche müssen auf der Wiese schlafen. Er wisse von Fällen, in denen ORS die Zuteilung von Betten verweigert habe, sagt der Geschäftsführer des Flüchtlingsdienstes der evangelischen Diakonie, Christoph Riedl: «Das Personal macht auf uns nicht gerade einen qualifizierten Eindruck. Wenn etwas passiert, schickt ORS die Jugendlichen mit ihren Problemen zu uns.» Die grüne Parlamentsabgeordnete Alev Korun konnte das Zentrum Traiskirchen vor zwei Wochen besuchen und bekam den Eindruck, dass für Jugendliche keine geregelten Tagesabläufe und keine Möglichkeit gibt, Schule oder Deutschkurse zu besuchen: «Die hängen den ganzen Tag im Lager oder auf der Dorfstrasse herum.»

Kinder schlafen auf Steinboden

Alle Asylbewerber erhalten einen Ausweis und dürfen das Zentrum verlassen. Journalisten ist der Zutritt verboten, das Innenministerium begründet das mit dem Schutz der Privatsphäre. In diesem Jahr erhielten lediglich zwei Reporter eine Besuchsgenehmigung. Manche Asylbewerber wie der Afghane Hassan oder der Nigerianer James geben vor dem Lager Auskunft. Sie erzählen von Kindern, die in Gängen auf dem Steinboden schlafen, und über Warte­zeiten bis zu zwei Stunden bei der Essens­ausgabe.

ORS Österreich beantwortet Medienanfragen nicht selbst, sondern leitet sie ans Innenministerium weiter. Dessen Sprecher Karl-Heinz Grundböck sagt gegenüber dem «Tages-Anzeiger», dass das Ministerium mit der Leistungserbringung des privaten Dienstleisters zufrieden sei: In Traiskirchen seien derzeit 130 Mitarbeiter tätig, die sich um Essen, Transport, medizinische und soziale Betreuung kümmerten. Auf die geänderte Situation habe ORS mit der Aufnahme von zehn Mitarbeitern reagiert. Damit sei eine entsprechende Betreuung sichergestellt. Alle Mitarbeiter müssten eine Ausbildung als Sozial- oder Gesundheitspädagogen haben oder über eine mindestens dreijährige einschlägige Arbeitserfahrung verfügen. Warum ORS nicht selbst Auskunft gibt, weiss Grundböck nicht. Das Ministerium habe die Firma nicht zum Schweigen verpflichtet.

Das Innenministerium habe mit dem Schweizer Unternehmen einen Knebelvertrag abgeschlossen, sagt hingegen Caritas-Generalsekretär Klaus Schwertner: «Wir wissen nicht, wie viel Geld ORS für die Betreuung erhält und wie viel Personal pro Flüchtling eingesetzt wird.» Auch Anni Knapp von der Beratungsstelle Asylkoordination Österreich vermisst Informationen von und über ORS, sieht das Problem aber beim Innenministerium, das nur ganz wenige Zahlen und Fakten herausrücke.

Die Zahlen sind Amtsgeheimnis

In der Schweiz ist die ORS Service AG seit 20 Jahren tätig und zum grössten privaten Unternehmen im Asylbereich gewachsen. Mit 600 Mitarbeitern betreut die Firma mehrere Bundesunterkünfte sowie regionale Unterkünfte und Wohngemeinschaften. Gemeinnützige Organisationen wurden aus der Betreuung weitgehend verdrängt, da sie die Leistungen nicht zu denselben Konditionen wie das gewinnorientierte Unternehmen anbieten konnten.

Ende 2011 erhielt die österreichische «ORS Service Gesellschaft» vom Innenministerium den Zuschlag für die Betreuung der Erstaufnahmestellen. Der vorherige Betreiber, European Homecare, hatte sich zurückgezogen, weil er nicht kostendeckend arbeiten konnte. Wie die Schweizer rechnen, ist Amtsgeheimnis. Die Grünen stellten eine parlamentarische Anfrage mit 31 Punkten über ORS an die Innenministerin. Unter anderem fragen sie nach der Finanzierung, nach der Qualifizierung der Mitarbeiter und nach Betreuungskonzepten. Mikl-Leitner muss bis Anfang August antworten. Abgeordnete Korun findet die Privatisierung des Asylwesens prinzipiell problematisch: «Private Unternehmen haben das legitime Interesse, Gewinn zu machen.» Das sei nur durch Minimierung von Kosten und Leistung möglich. ORS betreut mittlerweile auch die Zeltstädte und provisorische Unterkünfte.

Nicht zufrieden mit ORS war die zuständige Behörde in der nahen Bezirkshauptstadt Baden. Sie entzog im Sommer 2014 dem Unternehmen die Bewilligung, in Traiskirchen neu ankommende Asylbewerber zu betreuen. Das Sicherheitskonzept sei mangelhaft und damit «Gefahr in Verzug». Die Rechercheplattform Dossier.at konnte nachweisen, dass die Behörde den Bescheid auf politischen Druck des niederösterreichischen Landeshauptmanns Erwin Pröll (ÖVP) ausstellte, der sich mit harter Haltung in der Asylpolitik profilieren wollte. Der Bescheid wurde nach einem halben Jahr wieder aufgehoben.

 

Toulouse: Motorenröl auf der Fassade der PS (Parti Socialiste) in Solidarität mit den Migranten

übersetzt von brèves du désordre

27.06.2015. Unerfreuliches Erwachen gestern Morgen für die Parti Socialiste in Toulouse. Die Fassade des Gebäudes wurde in der Nacht mit Motorenöl vollgesprüht und mit dem Tag „Solidarität mit den Migranten“ umrahmt.

Der Stadtpräsident von Toulouse, Jean-Luc Moudenc, verurteilt „diese feigen und verantwortungslosen Vandaleakte mit Nachdruck“.

Pressecommuniqué zur Demo Grenzenlose Solidarität, jetzt!

gefunden auf indymedia

Heute (27.6.2015) haben sich ca 500 Menschen in Zürich zu einer Demonstration getroffen, um ein Zeichen zu setzen. Kraftvoll und laut sind wir durch den Kreis 4 gezogen.

Grenzenlose Solidarität, jetzt!

Millionen Menschen flüchten vor Kriegen, vor Unterdrückung, staatlicher Gewalt, Hunger und Armut. Widerständige Frauen werden zur Flucht gezwungen, wenn sie sich den gesellschaftlichen, patriarchalen Normen nicht unterwerfen.
Weiter Ursachen sind Rohstoff-Plünderungen, Entzug von wirtschaftlichen Lebensgrundlagen und Kriege, vorangetrieben durch die imperialistischen Länder. Auch hier sind Frauen, durch den Angriff auf ihre Subsistenzproduktion am Härtesten betroffen. Die Schweizer Politik der Deregulierung (u.a. Freihandelsabkommen) sowie die hier ansässigen multinationalen Konzerne sind mitverantwortlich für die Vertreibung von Millionen von Menschen.

So ist das Erstarken des IS und der Krieg in Syrien auch durch die Unterstütung der westlichen Mächte im Verbund mit der Türkei möglich. Gleichzeitig wird von deren Seite versucht, den kurdischen Widerstand für eine basis-demokratische Gesellschaft in Rojava zu torpedieren.

Der grösste Teil der Vertriebenen flieht nicht nach Europa, sondern in die umliegenden Länder. Die wenigen, die nach Europa kommen wollen, werden gezwungen, immer gefährlichere Fluchtrouten zu suchen.

Seit Anfang Jahr sind tausende Menschen beim Versuch nach Europa zu gelangen im Mittelmeer ertrunken. Als Antwort darauf hat Europa den Schleppern den Krieg erklärt. Eine Kriegserklärung, die verschleiert, dass erst die europäische Politik der Abschottung und Illegalisiertung das Geschäft der Schlepperei hervorgebracht hat. Eine Kriegserklärung, die allen auf der Fluczht gilt.

In der vermeintlich humanitären Schweiz angekommen, finden Vertriebene anstelle der gesuchten Sicherheit zermürbende Verfahren, demütigende Kontrollen, rassistische Ausgrenzung und Schikanen. Um dann zur weiteren Selektion in die neuen Bundeszentren geschoben zu werden, die Fabriken gleichen: an erster Stelle steht die Effizienzsteigerung, an letzter die Menschlichkeit.

Wir stehen ein für:
– ein universelles Recht auf Bewegungs- und Niederlassungsfreiheit
– einen würdigen und respektvollen Umgang mit allen Menschen, die hier leben wollen
– ein Ende der in imperialistischem Interessen geführten Kriege
– ein Ende der kapitalistischen Politik in der Schweiz, welche die Vertreibung und den Tod von Menschen andernorts mitverursacht.

Demo-Bündnis Grenzenlose Solidarität, jetzt!

Luzernerfest(ung) politisert

gefunden auf indymedia

transpi am fest

Gestern Samstag sind ca. 50 Personen auf die Strassem Luzerns
gegangen. Wie angekündigt wurden die Menschen in der Innenstadt, die für das Fest reserviert war, mit den Auswirkungen der unmenschlichen Asypolitik konfrontiert.

Unzählige Kinder spazierten mit farbigen „Refugees welcome Ballons“
durch die Stadt. Auch die an jeder Ecke aufgestellten Grabsteine,
Kreidemalereien und aufgehängten Transparente, regten die
Passant_innen zum Nachdenken an.
Mit all diesen Aktionen machten die Aktivist_innen darauf aufmerksam,
dass während hier privilegierte Menschen vor allem konsumieren,
Menschen beim Versuch an genau diesen Privilegien teilzuhaben, sterben. Selbst wenn der Weg in die Schweiz geschafft ist, bleibt den
Asylsuchenden ein Leben in Würde verwehrt.

Stadt und Polizei, die das solidarische Treiben gerne bewilligt
gesehen hätten, wahren sehr präsent, beschränkten sich aber darauf, die Demo zu suchen und überfordert Fotos zu schiessen.

Am Abend solidarisierten sich Künstler_innen, die am offiziellen Fest auftraten, mit der Aktion und
bezogen Stellung mit Transparenten auf der Bühne.

wir werden keine Ruhe geben, bis wir ohne Grenzen Leben..!

Genf: Eingang von Securitas verschmiert

gefunden auf renversé

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Am Donnerstag, dem 25. Juni 2015 kam es in Genf zu einer RTS gegen die Gentrifizierung und „Verbürgerlichung der Strassen“. Nebst verschiedenen gesprayten Sprüchen gegen Kunstgalerien wurde auch der Eingang von Securitas mit „FIGHT THE LAW (A)“ verschönert. Vor genau zwei Wochen kam es vor dem Büro der Securitas in Genf zu einer Versammlung um gegen die Abschiebung von Teesfaalem zu protestieren und auf die Rolle der Securitas in der Abschiebung von Migrant_innen aufmerksam zu machen.

Die Besetzung des Grütlis (seit dem 15. Juni besetzt) geht unterdessen weiter.

„La lutte continue!“

London: Razzia bei Migrant_innen trifft auf heftigen Widerstand

übersetzt von Rabble

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21.06.2015. Beim Markt an der East Street in Walworth, London, fanden in den letzten Tagen nicht weniger als fünf Razzien statt. Heute kamen sie um 5 Uhr Nachmittags und verhafteten einen Mann von einem Fisch Shop, welcher vermutlich angeschuldigt wird, ohne Dokumente zu arbeiten.

Doch dieses Mal verlief nicht alles so einfach für die Schläger in Blau. Nachdem die Info in der Nachbarschaft und in sozialen Medien verbreitet wurde, stürmten die Menschen aus der Umgebung zum Schauplatz. Der Home Office-Einsatzwagen wurde blockiert und war somit in einer Seitenstrasse des Marktes festgehalten. Die Bullen zogen sich mit ihrem Gefangenen in ihren Wagen zurück als er von Menschen und Barrikaden umstellt wurde, die Luft wurde aus den Reifen gestochen und der Wagen wurde mit verfaulten Früchten und Eiern vom Markt beworfen.

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Die Schläger des Home Office ruften polizeiliche Verstärkung. Diese kamen mit sechs Bullenwagen, Polizeiuhunden, Bullen in Zivil und einem Helikopter, welcher über der Umgebung herumkreiste, als die Strassen abgesperrt wurden. Die Menschhenansammlung wurde trotzdem immer grösser.

Über eine Stunde standen sich die beiden Seiten gegenüber. Die Bullen hatten zunächst keinen Plan, was sie als nächstes tun sollen, bis drei Wagen von TSG-Riot Cops in voller Ausrüstung eintrafen. Diese drückten sich bis zum Home Office-Wagen durch und eskortierten diesen aus der Menge, wurden allerdings weiterhin angegriffen. Neue Barrikaden wurden errichtet, um sie aufzuhalten, durch Stein- und Flaschenwürfe wurden die Bullen auf Abstand gehalten, mindestens ein TSG Cop ging zu Boden, eine Frontscheibe von einem Riot-Van und andere Scheiben gingen zu Bruch.

ukba tsg vans

Am Ende haben es die Bullen hinbekommen, ihren Gefangenen und einen zusätzlichen Verhafteten der Widerständigen mitzunehmen. Nachdem der Gefangenen-Transporter weg war, wurde die Strasse und die TSG Wagen weiterhin blockiert, um den Kampf weiterzuführen. Die TSG Cops schafften es dann aber auch, zu entkommen, waren aber sichtlich geschockt von der wütenden Masse. Die Menge tanzte nach dem wilden Abschied zu einem mobilen Sound-System.

Dieser gemeinschaftliche Angriff brachte lokale Teenagers, Aylesbury Estate Bewohner_innen, Anarchist_innen und egal wer sonst noch auf der Strasse war und diesen Scheiss nicht hinnehmen wollte, zusammen. Wenn wir Razzien wie diesen öfters mit solch einem Widerstand begegnen könnten, würde das der Repression ernsthaft etwas entgegen halten können. Das ist die Antwort, die wir auf unseren Strassen anwachsen sehen wollen. Jeden Tag in der Woche.

migrants welcome