Farbangriff gegen das St. Gallen Symposium

gefunden auf barrikade

 

Vom 8. bis am 10. Mai findet in St.Gallen das alljährliche «St.Gallen Symposium» statt. Als Zusammenkommen wichtiger Repräsentant*innen des globalen Kapitals ist es, ähnlich wie das grosse WEF, ein relevanter Bezugspunkt für linksradikale Politik, an der sich antikapitalistischer Widerstand formieren kann und muss. Wir rufen daher zum Widerstand in der Provinz auf.

Wir haben in der Nacht vom 26. auf den 27.2 ein Haus des HSG-Symposiums in St. Gallen etwas bunter gemacht mit mehreren Glaskugeln gefüllt mit verschiedenen Farben. Da uns die graue Fassade und die Kälte der Institution ziemlich ankotzt. Sie manifesiert eine Welt, in der die Verwertbarkeit von Leben für Profite organisiert und umgesetzt wird.
Durch die Ausbeutung von Menschen als Arbeitskraft, das Profit-Schlagen aus aktuellen Kriegen, durch Waffenexporte der hiesigen Rüstungsindustrie, durch Ausbeutung und Zerstörung der Natur, durch die Verwertung und Verwandlung von Tieren. Es geht in der Logik des Kapitalismus um Verwertbarkeit von Leben und Lebensräumen um daraus Kapital zu gewinnen durch Macht, Besitz, Kontrolle ect.
Wir stehen ein für eine Welt ohne Herrschaft und Ausbeutung.

Damit reihen wir uns ein in eine noch kurze Liste von Aktionen gegen ein Symbol der kapitalistischen Manifestation und Zelebrierung: das St. Gallen Symposium.

Es wäre schön, würden Leute die widerständischen Freundinnen und Freunde in der Provinz St. Gallen unterstützen, für eine solidarische und freie Welt.

Wir widmen unsere Aktion den im Zusammenhang mit der Demo vom 24. Juni 16 in Basel Verurteilten, dem Gefährten der anarchistischen Bibliothek Fermento in Zürich und den in Italien eingesperrten und verfolgten Anarchist*innen.


Was bislang so geschah:

Es gab 2015 eine Verschönerung des HSG – Campuses anlässlich des Symposiums wo unter anderem der Chef des ausbeuterischen Konzern Glencore teilnahm. Es wurden verschiedene Schriftzüge gut sichtbar bei der Uni hingemalt.

2017 kam es zur Sabotage von mehreren Fahrzeugen die auf einem Parkplatz des St. Galler Symposiums die als Shuttle- Fahrzeuge gebraucht wurden.
Reifen wurden zerstochen.
https://barrikade.info/Zum-HSG-Symposium-St-Gallen-160

im folgendem Jahr 2018 gab es erneut eine widerständische Begleiterscheinung zum Symposium. Aus Wut über die elitäre Veranstaltung und die hierachische Gesellschaftsordnung die die Veranstaltung ausdrückt, wurde ein Fahrzeug mit der Beschriftung HSG Symposiums abgefackelt.
https://barrikade.info/Wiederholt-Begleiterscheinungen-zum-HSG-Symposium-1137

Wir haben uns 2019 als Auftakt zum Widerstand gegen das St. Gallen Symposium für Farbe entschieden, um aus der grauen Tristesse auszubrechen, um Leute zu inspirieren und dazu zu motivieren ihre rebellische Seite auf die Strasse zu bringen. Es ist möglich direkt was zu machen und ein ruhiges und reibungsloses Symposium zu verhindern.


Gedanken zur Sabatoge von Fahrzeugen des St. Gallen Symposiums: Wie könnte es wohl funktionieren, erfolgreich eine niederschwellige und einfache aber ärgerliche Aktion für die Yuppis durchzuführen.
1. Es wäre gut Freundinnen und Freunde zu finden, die mitmachen bei der Freude. Selbstverständlich nur welche zu denen ihr Vertrauen habt. Gut zu wissen dass sie das Maul halten. Denn es geht niemensch was an, was ihr so treibt und es ist wichtig, dass nichts ausgeplaudert wird bei Bullerei.
2. Geht in der Stadt ein bisschen Spazieren und geniesst den Frühling, bestimmt sichtet ihr im Zentrum und überall an öffentlichen Parkplätze, Fahrzeuge mit der Beschriftung des St. Gallen Symposium.
3.Wenn ihr welche gefunden habt am Tag, könnt ihr euch mal für den Abend vorbereiten. Als Werkzeuge sollten reichen: Eine saubere (ohne Fingerabdrücke/DNA) Ahle die stabil und spitzig ist, Handschuhe um keine Spuren (Fingerabdrücke/DNA) von euch zu hinterlassen. Wenn ihr das Material kauft, achtet doch darauf, dass ihr nicht mit der Kreditkarte bezahlt, da es zu euch zurück verfolgt werden kann.
4. Was es noch zu beachten gilt: Achtet schon beim Spaziergang am Nachmittag auf Kameras die überall lauern könnten und überlegt wie ihr damit umgeht.
5. Es ist sicher gut, wenn ihr die Aktion so organisiert, dass jemensch Ausschau hält und die andere Person die Reifen in Ruhe zerstechen kann.
Nennt während der Aktion keine Namen von euch und besprecht im vornerein wie ihr euch verhält, wenn dies oder das eintrifft, also zum Beispiel euch jemand ertappt und so weiter.
6. Was vielleicht auch noch gut ist, darauf zu achten, dass die Luft wirklich rausgeht damit sicher niemensch einen Unfall macht weil die Luft noch drin ist, der Reifen aber beschädigt ist…